Sicherheit in Masca – Würde ein Hinweisschild Unfälle verringern?

Warnschild am Eingang der Masca SchluchtWer von unseren Gästen mit uns in der Schlucht von Masca war, erinnert sich sicher an das Warnschild am Beginn des Abstiegs in die Schlucht. Hier wird vor Erdrutschen in der Schlucht gewarnt und darauf hingewiesen, das der Strand von Masca gesperrt ist.

Was wir uns fragen, wenn man schon ein Warnschild aufstellt, warum dann nicht mit weiteren wichtigen Hinweisen, die eindeutig zur Sicherheit der Besucher der Masca Schlucht beitragen. Gerade für Wanderunerfahrende, Anfänger, die sich allein auf den Weg machen und sich sicher nicht immer im Klaren sind, was sie in der Masca Schlucht erwartet.
Im Teide Nationalpark wurde es gut gelöst mit einem Hinweisschild, darauf mehrere, kleinere Achtung Schilder die auf Besonderheiten hinweisen und Verhaltenshinweisen aufzeigen. Zu einem allgemeinen Text über den Teide Nationalpark weist zum Beispiel ein Achtung Schild daraufhin, das die Sonne in der Höhe gefährlich ist, ein anderes Schild weist auf starke Temperaturschwankungen hin usw.

Ein Hinweisschild in Masca könnte eine Beschreibung des Weges und die Eckdaten der Schlucht haben, mit Höhenmeter und einer circa Gehzeit. In Anlehnung an das Hinweisschild im Teide Nationalpark, können dann kleine Achtung-Schilder auf das richtige Schuhwerk hinweisen und das ausreichend Verpflegung & Trinkwasser mit zu nehmen sind. Ein weiteres Achtung-Schild könnte auf Steinschlaggefahr hinweisen, Rutschgefahr bei Nässe usw.

Viele denken, das dieses Sicherheitsdenken wieder „typisch deutsch“ ist.
Wenn wir unsere langjährige Erfahrung und vielen Erlebnisse in Masca sehen, dazu einige Nachrichtenzeilen der letzten Tage von Rettungsversuchen in Masca, bestätigt es, das es einige Urlauber gibt, die völlig unvorbereitet diese Wanderung machen. Vielleicht weckt ein Warnschild in dieser Art doch bei der einen oder anderen Person den gesunden Menschenverstand, er verzichtet auf die Masca Schlucht in hübschen Stoffschuhen und kommt, richtig ausgerüstet, am nächsten Tag wieder.

Was meint ihr dazu?

Die Bergung von Verletzten beim Wandern

IMG_5189Seit diesem Jahr müssen auf Teneriffa Wanderer eine Bergung bei einem Unfall (Bergrettung) aus eigener Tasche bezahlen, sollte der Unfall durch fahrlässiges Verhalten entstanden sein. Dabei ist natürlich „Fahrlässigkeit“ ein weiter Begriff.

Ein Hubschraubereinsatz kostet, je nach Aufwand, ab 2.000€ und ein Spezialfahrzeug 300€. Sind mehrere Personen bei der Bergung erforderlich, werden pro Person 36€ abgerechnet.

Dazu ein Beispiel welches wir selbst miterlebt haben. Ein Wanderer (nicht aus der Gruppe Aventura Wandern) liegt verletzt in der Mascaschlucht. Ein Boot bringt 9 Helfer an das Ende der Mascaschlucht und 9 Helfer holen den Verletzten aus der Mascaschlucht. Abwechselnd wird er auf einer Trage bis an den Atlantik getragen. Jeder kann es sich nun ausrechnen: 9x 36€ + Boot + eventuell ein Hubschraubereinsatz.

Ist es nicht viel günstiger und sicherer, gut ausgerüstet auf eine Wanderung zu gehen?

Hier einige Hinweise dazu. Was benötigt man beim Wandern auf Teneriffa:
– Tagesrucksack 20-30Liter
– fester Wanderschuh, besser Wanderstiefel
– Wind / Regenjacke
– warmer Pullover
– Sonnenschutz
– Kopfbedeckung
– Getränke (1-2 Liter, Empfehlung 1,5 Liter / Person), am besten Wasser
– Müssliriegel, Obst o.ä.
– Traubenzucker
– Pflaster, Binde
– Kabelbinder (wertvolle Hilfe bei defekten Rucksack oder wenn sich die Sohle bei Wanderstiefeln abtrennt)

Gehen Sie nicht zu spät oder allein wandern. Melden Sie sich im Hotel ab und informieren Sie die Rezeption in welchem Gebiet Sie wandern möchten und bis wann Sie spätestens zurück sein werden. Hinterlassen Sie die Mobilnummer des Handys an der Rezeption.

Wer individuell wandern möchte, sollte sich auf jeden Fall einen Wanderführer (z.B. ADAC Wanderführer Teneriffa) und eine Wanderkarte (z.B. Kompasswanderkarte Teneriffa) kaufen. Bei der Ausschilderung der Wanderwege auf Teneriffa wurde in den letzten Jahren viel getan. Es ist zum Teil immer noch unzureichend, daher drehen Sie lieber um, wenn Sie sich wegen der Wegführung unsicher sind.

Am sichersten ist es, sie schließen sich einer geführten Wanderung an. Der Wanderführer kennt das Gebiet, kennt die aktuelle Wetterlage und achtet auf ihre Ausrüstung. Zudem erfahren Sie während der Wanderung noch vieles über Flora & Fauna, Geologie oder das Leben auf Teneriffa. Das ist die schöne und entspannte Art, Teneriffa mit den eigenen Füssen kennen zu lernen.

 

Ausbildung unserer Mitarbeiter – Für ihre Sicherheit

Holger bei der Rot Kreuz Ausbildung
Holger bei der Rot Kreuz Ausbildung

Mitte August 2012 haben unsere beiden neuen Aventura Wanderführer, Holger und Alexander, in La Laguna einen drei tägigen Erste Hilfe Kurs besucht und ihre Erste Hilfe Kenntnisse wieder aufgefrischt. Ob Hautabschürfung oder Verstauchung, gerade bei Aktivitäten in der freien Natur können Unfälle passieren und so ist es wichtig, dass jemand zu helfen weiß. Mit einem gut ausgerüsteten Erste-Hilfe Päckchen und den frischen Kenntnissen des Rot Kreuz Kurses sind Holger und Alexander startklar für die neue Saison 2012 / 2013.

Alex wird in einem zwei wöchigen Kurs in Österreich zum zertifizierten Wanderführer ausgebildet. Beim Grundkurs liegen die Schwerpunkte auf der Erste Hilfe, Orientierung, Tourenplanung und Gruppenmanagment. Aufbauend auf den Grundkurs besucht Alex den anschließenden Intensivkurs. Hier werden die Kenntnisse des Grundkurses ausgebaut, dazu kommen weiterführende Themen wie Grundlagen der Kommunikation in der Gruppe und Notfallmanagment. Nach bestandener Prüfung ist Alex zertifizierter Wanderführer der VAVÖ und neben Jörg der zweite VAVÖ geprüfter Wanderführer bei Aventura Wandern. Wir investieren in die Zukunft unserer Wanderführer und in ihren sicheren Urlaub mit uns.