Pilze sammeln auf Teneriffa nur mit Genehmigung

dscn1030Vor allem in den Wäldern um La Esperanza und im Orotavatal wachsen jedes Jahr die leckersten Pilze. Hier wachsen zum Beispiel Steinpilze, Maronen, Pfifferlinge und Parasolpilze.

Doch ess gibt Dinge die glaubt man gar nicht.
Wie im Wochenblatt vom 23.11.16 zu lesen war, müssen alle Menschen die auf Teneriffa Pilze in den Wäldern Teneriffas sammeln möchten, eine Genehmigung  beim Umweltamt in La Laguna einholen.
Durch das Ausfüllen eines Formulars verpflichtet sich der Pilzesammler den Waldboden nicht mit Rechen zu bearbeiten, die Pilze mit einem sauberen Schnitt am Booden zu schneiden und keine giftigen Pilze mitzunehmen. Eine Höchstmenge (3kg pro Tag) an Pilzen  wird im Antrag ebenfalls festgelegt. Das Formular kann auch auf dieser Webseite  herunterladen. Die Genehmigung gilt dann für ca. 1 Jahr und ist für alle Pilzesammler bindend.

Wenn jetzt April wäre, würde man vermuten dies ist ein Aprilscherz. Es ist aber Dezember.

Es gibt ein Sprichwort:
„Wir Deutschen haben die Bürokratie erfunden – die Spanier haben die Bürokratie verfeinert“. So haben aber die Beamten wieder Ihre Daseinsberechtigung….

 

Die Guachinchen auf Teneriffa

Hinweisschild Guachinche
Hinweisschild Guachinche

Was sind Guachinchen? Die kanarischen Guachinchen sind am besten mit Heckenwirtschaften oder Straußenwirtschaften vergleichbar. Der Weinbauer öffnet seine Garage und stellt ein paar klapprige Stühle und Tische rein und kann hier seinen Wein verkaufen. Zusätzlich hat er die Möglichkeit 3-5 selbst zubereitete Speisen zu verkaufen. Die Guachinchen sind geduldet und obliegen nicht den Strengen kanarischen Gesetzen der Bars und Restaurants auf Teneriffa.
Jedoch ist nicht Guachinche = Guachinche. Viele Restaurantbesitzer schreiben einfach „Guachinche“ an ihr Lokal, weil der Tourist denkt, dies ist was typisch Kanarisches. In Wirklichkeit gibt es ganz normale Gerichte. Man kann davon ausgehen, dass es zum Beispiel in der Stadt Puerto de la Cruz keinen typischen Guachinchen gibt.
Die besten Guachinchen gibt es im Orotavatal. Man benötigt zum Besuch dieser Lokale jedoch einen Mietwagen. Gerade auf der Straße TF 324 von La Orotava nach Los Realejos (siehe Karte grün gemagert) findet man viele dieser selbstgemalten Holzschilder. Probieren Sie es einfach mal aus. Die köstlichen Speisen können kanarischer nicht sein. Aber bitte nicht so empfindlich sein. Es ist schon gewöhnungsbedürftig wenn die Tentakel des Pulpo (Tintenfisch) den Tellerrand herunterhängen.

PDF zum ausdrucken – Karte Staße mit Guachinchen

 

 

 

 

 

 

 

Der Organos – Höhenweg im Orotavatal

Der Beginn der Wanderung ist der Parkplatz in der La Caldera. Auf dem Parkplatz gegenüber der Bushaltestelle haben wir einen großartigen Rundblick über das gesamte Orotavatal. Gehen wir nun zum blauen Bushaltestellenschild der „Titsa“ zurück und schauen zum Schild, gehen wir linker Hand vom Schild auf der kleinen Asphaltstrasse. Nach 50m gehen wir rechts an einer kleinen Waldgaststätte vorbei.

Die Asphaltstrasse biegt nach 300m nach rechts ab. Hier gehen wir gerade aus auf einen breiten unbefestigten Forstweg. Kleines Holzschild „Los Organos“. Wir passieren nach 5 Minuten eine Steinbrücke, die über einen kleinen Barranco (Schlucht) führt. Wir kommen hinter einer Rechtskurve an eine Schutzhütte „Choza Pedro Gill“. Wir verlassen hier den breiten Forstweg nach rechts und folgen dem Holzschild „Camino la Candelaria“ (10 Minuten Gehzeit). Unser Weg geht in einen Pfad über und nach 4 Minuten kommen wir an 3 Kreuze vorbei. Der Candelaria-Weg ist ein alter Pilgerpfad.

Alljährlich am 14. August pilgern hier zahllose Tinerfeńos zum Fest der Schutzpatronin der kanarischen Inseln nach Candelaria. Der Wald wird immer dichter, von den Ästen der Kiefern und der Baumheide hängen riesige Bartflechten herunter. Mystisch wie ein Märchenwald der Elfen und Feen. Im weiteren Verlauf sehen wir auch Eukolyptusbäume. Auf Grund Ihres hohen Wasserbedarfs überall eine Plage. Sie ziehen das Wasser aus dem Boden und lassen andere Pflanzen schlecht wachsen.

Nach 25 Minuten Gesamtgehzeit kommen wir auf einen breiten Forstweg und gehen links an der Steinsäule mit der Aufschrift „Lomo de los Brezos“ vorbei , um nach 7m den Pfad nach rechts hoch zu nehmen. Der Pfad windet sich in Serpentinen immer höher bis der Kiefernwald etwas lichter wird. Schön aufgeschichtete Steinmännchen zeigen uns den Weg. Auch an einem Abzweig der nach rechts herunter führt, gehen wir vorbei und halten uns Berg an. Wir kommen nach 45 Minuten Gesamtgehzeit an eine Wegkreuzung, verlassen unseren Pilgerweg und biegen links ab in Richtung „Portillo del Topo TF 35“.  Wir befinden uns nun auf dem Organos – Höhenweg. Nach 5 Minuten haben wir einen wunderschönen Blick in das Orotavatal mit Aguamansa  und sehen halb rechts die steineren Orgelpfeifen, eine markante Felsformation. Zu unserer Hilfe sind an engen Stellen des Weges Stahlseile oder Geländer zum festhalten angebracht. Wir wandern jetzt längere Zeit mal hoch, mal runter am Hang auf einem 1m breiten Pfad entlang. Den Pfad können wir nicht verfehlen. Es gibt immer wieder phantastische Ausblicke auf das Orotavatal. Es duftet nach Kiefernnadeln, wenn die Nadeln von der Sonne bestrahlt werden. Unser 1m breiter Pfad zieht sich für 2 Stunden ab Wegkreuzung ohne Abzweige am Hang entlang.

Danach  verlassen wir den Los Organos Höhenweg und biegen zwischen zwei großen majestätischen Kiefern nach links „Camino el Topo“ und „Casa del Agua Tf 35“ ab. Nach 10m sehen wir, dass der Weg wieder scharf links abwärts geht.  Im weiteren Teil säumen gelb / weiße Wandermarkierungen, ausgewaschene grüne Punkte und Steinmännchen unseren Weg. Wir Wandern über einen kleinen Bergrücken (10 Minuten hinter letzter Wegabzweig). Rechts und links des Weges können wir in einiger Entfernung steil abfallende Barrancos (Schluchten) erkennen. Nach weiteren 20 Minuten kommen wir an eine Wegkreuzung, lassen die Wege rechts und links unbeachtet und gehen geradeaus über die Kreuzung (weiß/gelbe Wandermarkierung). 8m hinter der Wegkreuzung gehen wir Treppen scharf links abwärts. Unser Pfad geht weiter abwärts. Ab und zu ist eine gelb /weiße Wandermarkierung. Kurz darauf kommen wir auf einen breiten Forstweg und gehen auf diesem Forstweg links. Vorbei an einem Steinhaus aus Basaltsteinen (Wassergallerie) (4) gehen wir auf diesem Forstweg und lassen alle Abzweige unbeachtet. Nach 3 ¾  Stunden Gesamtgehzeit kommen wir wieder an unsere Schutzhütte „Choza Pedro Gill“  und kurze Zeit später sind wir wieder am Ausgangspunkt der Wanderung.

Anforderung: 41/4 Stunden (mittelschwer)     Aufwärts 989m    Abwärts 989m    Länge 11,2 km

Anfahrt mit dem Auto:
Vom Süden: Über die TF 21 über den Teide Nationalpark bis 1km vor Aquamansa rechts abiegen in Richtung „La Caldera“, auf Parkplatz Auto abstellen
Vom Norden: Von Puerto de la Cruz auf TF 21 Richtung Teide, ca. 1km oberhalb von Aquamansa links abbiegen in Richtung „La Caldera“, auf Parkplatz Auto abstellen

Anfahrt mit dem Linienbus:
Vom Süden: nicht möglich
Vom Norden: von Puerto de la Cruz bis La Caldera Nr. 345, ca. jede Stunde

GPS-Route mit Höhen- und Geschwindigkeitsprofil:

Gesamtstrecke: 11598 m
Maximale Höhe: 1567 m
Minimale Höhe: 1144 m
Gesamtanstieg: 728 m
Gesamtabstieg: -708 m
Total time: 02:55:51

PDF zum ausdrucken – Der Organos – Höhenweg im Orotavatal

 

 

 

 

 

 

 

Teneriffa-Bilder-Rätsel

Unser Teneriffa-Bilder-Rätsel. Was stimmt an diesem Bild nicht?

Seit Wochen warten wir im Orotavatal auf den Sommer. Die Temperaturen sind zwar angenehm, aber was zum Sommerfeeling fehlt ist der blaue Himmel und der Sonnenschein. Statt dessen ist es jeden Tag im Orotavatal bewölkt.

Daher die Auflösung zum Teneriffa-Bilder-Rätsel: Es ist 30.Juni und es regnet.
(Machen wir das Beste daraus).