Jahresabschlußwanderung nach Teno Alto

20130118 Teno Alto 09Wir möchten allen unseren Wanderern ein gesundes und schönes neues Jahr 2016 wünschen.

Man glaubt gar nicht, wie viele Wanderer sogar am 31.12.15 wandern wollten. Wir haben uns den Spaß gemacht, drei Flaschen Sekt im Rucksack mitgenommen. Es war, denk ich für unsere Gäste eine schöne Überraschung, bei der Pause etwas vorzeitig mit eiskaltem Sekt auf das Jahr 2016 anstoßen zu können.

Bei dieser geführten Wanderung ging es über die Teno Hochebene im Tenogebirge. Hier kann man den leckersten Ziegenkäse von Teneriffa probieren. Aventura Wandern hat diese geführte Wanderung ab Oktober 2015 jeden Donnerstag im Programm. Ganz zufrieden sind wir mit der Beteiligung (bis auf den 31.12.15) zur Wanderung noch nicht. Gründe könnten sein, die Wanderung ist mittelschwer (viele möchten leichte Wanderungen) oder es geht morgens zu früh los. Treff ist gegen 08.10.-08.45 Uhr. Dabei werden die Wanderer am oder in der Nähe des Hotels abgeholt, da wir zu dieser Tour einen eigenen Bus haben.

Für den nächsten Urlaub! Jeden Donnerstag nach Teno Alto (mit Anmeldung) im Tenogebirge. Es ist eine der schönsten Wanderungen im Tenogebirge. Abwechslungsreich mit spektakulären Ausblicken nach La Gomera und La Palma.

Die Teno Hochebene und der beste Ziegenkäse

Neu 098Diese Wanderung ist eine grandiose Rundwanderung im Tenogebirge. Der Startpunkt ist die Strasse TF 436 am Abzweig der Strasse in Richtung Teno Alto im Bergdorf El Palmar. Links neben dem Straßenabzweig geht unser Wanderweg mit der Kennzeichnung „TF 57 Teno Alto“ los. Zwischen aufgeschichteten Steinmauern steigt unser Weg vorerst leicht an. Am Wegesrand wachsen Kanarische Gänsedisteln, Wolfsmilch und wilder Fenchel. Der Fenchel gibt einen angenehmen Duft ab. Nach 15 Minuten kreuzen wir einen Betonweg und 5 Minuten später kreuzen wir die nach Teno Alto führende Asphaltstrasse. Unser mit Basaltsteinen gepflasterter Weg führt jetzt etwas steiler durch Schattenspendende Baumheide und Gagelbaumbestände Hochwerts. Nach 50 Minuten Gesamtgehzeit kommen wir an einen Wegweiser, wo wir einfach gerade aus weiter wandern. 100m hinter dem Wegweiser verläuft unser Wanderweg parallel zu einer Wasserleitung, etwas unterliegend von der nach Teno Alto führenden Asphaltstrasse. Nach wenigen Minuten kommen wir erneut an einem Wegweiser vorbei, der uns erneut nur sagen möchte, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Unser Weg steigt nach 1¼ Stunde vom Startpunkt kurz an und kommt auf einen felsigen Bergrücken, wo wir phantastische Weitblicke haben. Wir halten uns hier rechts (!) und sehen sogleich einen Stein mit gelb / weißer Markierung. Wir gehen nun für 10 Minuten talwärts. Hat unser steingepflasterter Weg die Talsohle erreicht, steigt er sogleich an der anderen Bergseite wieder Hochwerts. Im weiteren Verlauf geht breiter gewordener Weg an einem Zaun vorbei. Dahinter befinden sich gepflegte Gärten, wo vor allem Kartoffeln angebaut werden. Gleich darauf wird unser Weg zu einem Betonweg. 100m später verlassen wir nach rechts den Betonweg, gehen über eine kleine Holzbrücke und stoßen kurz danach wieder auf den Betonweg. Kurze Zeit später macht unser Betonweg eine scharfe Kurve nach links und wir wandern hier gerade aus auf einem unbefestigten Weg weiter. Nach weiteren 200m kreuzen wir die nach Teno Alto führende Asphaltstrasse und kommen gleich darauf wieder auf die Asphaltstrasse. Wir gehen nun die Asphaltstrasse bis Teno Alto und erreichen den Kirchplatz nach 1¾ Stunden Gesamtgehzeit. In Teno Alto befinden sich zwei Bars, wo der im Ort hergestellte Ziegenkäse mit einem Glas Rotwein (ein Glas!) probiert werden kann. Nach der Pause biegen wir gegenüber dem Kirchplatz auf die links ansteigende Strasse. Unser Wegweiser mit der Kennzeichnung TF 51 „San Jose de la Llanos“ steht etwas unglücklich auf der anderen Seite der Straßenkreuzung. 15 Minuten nach Teno Alto passieren wir eine immer offen stehende Stahlschranke und 30m dahinter wird unsere Asphaltstrasse zu einem Betonweg. Kurz Zeit später gehen wir an einem Wegweiser nach links. Die Betonstrasse führt hier geradeaus weiter. Vor uns sehen wir ein großes Wasserreservoir. Gleich hinter dem Abzweig steigt unser Weg auf Treppen bergan. Danach wandern wir durch sehr alte Baumheidebestände. Die Stämme der Baumheide sind durch die Feuchtigkeit mit dickem Moos bedeckt. Nach dem wir die Baumheidebestände hinter uns gelassen haben, besticht der Wanderweg durch phantastische Ausblicke auf La Palma, La Gomera, die Nord- und Südküste. Wir wandern direkt auf der Wetterscheide. Vor uns können wir am Hang sehen: rechts Südhang – Vegetation spärlich und links Nordhang – Vegetation durch die Passatwolken üppig und grün. Auf der linken Seite im Palmartal sehen wir einen Vulkanhügel mit tiefen Einschnitten. Hier wurde früher Vulkanboden abgebaut. Heute nennt man den Berg „La Tarta“ (die Torte). Und schon sehen wir vor uns die Strasse nach Masca mit einem Aussichtspunkt. 20m vor der Strasse geht ein Pfad nach links in das fruchtbare Palmartal. Der Pfad hat keine Kennzeichnung, ist aber gut zu finden. Gemütlich geht der Pfad am Hang talwärts entlang. Nach 1½ Stunden ab Teno Alto kommen wir an ein aus Natursteinen gemauertes Steinhaus. Hier gehen wir links auf einen breiteren Weg, um nach 30m nach rechts auf einen Wiesenweg zu gehen. Eine Wasserleitung verläuft auf der linken Seite des Wiesenweges. 100m weiter gehen wir links an einem weiteren weiterem Steinhaus vorbei. Gleich hinter dem Steinhaus kommen wir auf einen Fahrweg, gehen nach rechts auf den Fahrweg und 5m weiter wieder links talwärts. Kurze Zeit später verläuft unser Weg über einen kleinen Felsrücken, wo der Verlauf des Weges etwas schlecht einzusehen ist. Gleich hinter dem Felsrücken verläuft der Weg nach rechts und ist wieder gut einsehbar. Wir kreuzen eine kleine Asphaltstrasse und kommen kurze Zeit später wieder auf diese Asphaltstrasse, auf der wir jetzt bis El Palmar gehen. Wir erreichen die Hauptstrasse TF436 am oberen Ortseingang von El Palmar. An der TF 436 halten wir uns links und gehen durch den Ort leicht bergab und erreichen unseren Ausgangpunkt nach fast 4 Stunden Gesamtgehzeit.

Anforderung: 4,5 Stunden (mittel) Aufwärts 608m Abwärts 608m Länge 9,5 km

Anfahrt mit Mietwagen:

Von Nord: Von Puerto de la Cruz die TF5 bis Icod de los Vinos und weiterführend die TF 42 bis Buenavista. Von Buenavista die TF436 bis El Palmar.
Von Süd: Von Playa de las Americas die TF 82 bis Icod de los Vinos. In Icod de los vinos auf die TF 42 bis Buenavista. Von Buenavista die TF436 bis El Palmar.

Anfahrt Linienbus:

Von Nord: Mit Titsa Bus 363 ab 08.00 Uhr stündlich bis Buenavista. Ab Buenavista mit Bus 355 um 09.30 oder 11.45 Uhr bis El Palmar.
Von Süd Costa Adeje: Anfahrt mit dem Linienbus sehr weit.

PDF zum ausdrucken – Teno Alto

GPS-Route mit Höhen- und Geschwindigkeitsprofil:

Gesamtstrecke: 10217 m
Maximale Höhe: 974 m
Minimale Höhe: 508 m
Gesamtanstieg: 755 m
Gesamtabstieg: -713 m
Total time: 03:13:44

 

Die kanarische Banane

Bananenstaude
Bananenstaude

Die Oberfläche einer Bananenplantage muss bei der Neupflanzung 0,80-1m  Tiefe abgetragen werden.  Dieser tiefe Graben wird mit einer Schicht Steine bedeckt.  Darauf kommt eine Schicht Kies und Muttererde. Nach der Düngung und dem Ziehen von Bewässerungskanälen (heute PVC Rohre) kann mit der Pflanzung begonnen werden. Die Bananenplantagen sind wegen des Windes mit Mauern umgeben. Nach ca. 1 Jahr kommt die erste Blüte oder was wie eine Blüte aussieht. In Wirklichkeit sind die Blüten immer am äußersten Ende der Bananenstaude. Damit die letzten Bananen reifen können, muss man die letzten Blüten mit der Hand abnehmen. Ein Kolben wiegt 15-60kg. Nachdem der Kolben geerntet ist, wird die gesamte Pflanze abgeschnitten und zu Viehfutter verarbeitet. Inzwischen ist an der Staude eine zweite Pflanze (alle anderen werden entfernt) herangewachsen. Nach 12 Jahren muss die gesamte Anlage erneuert werden.

Die Banane braucht extrem viel Wasser. Das  Wasser kommt aus den Wassergalerien der Berge und wird in meist runden großen nach oben offenen Betonbehältern zwischengelagert . Es muss oft und regelmäßig gegossen werden. Oft sieht man, dass die Bananenplantagen abgedeckt sind. Die soll den Wasserhaushalt der Banane besser regulieren. Eine Bananenpflanze benötigt ca. 100 Liter Wasser pro Monat. Ist sie abgedeckt, benötigt die Pflanze 10 Liter Wasser weniger, was bei der Vielzahl der Pflanzen schon beachtlich ist. Auch regelmäßiges düngen ist notwendig. Besonders zu schaffen macht den Bananenbauern die weiße Fliege. Ein Schädling der sich immer wieder an der Bananenpflanze vergreift. Auch der „Picudo“ ein Erdinsekt der die Wurzeln anfrisst, die rote Spinne und die Cochenille – Laus versuchen die Banane zu schädigen. Aus diesem Grund sieht man immer wieder die blauen Plastiksäcke die über die Frucht gestülpt sind. Sie sollen die Banane nur schützen.
Die Wuchsperiode einer Pflanze ist 09-10 Monate. Die kanarische Banane wird nur auf den kanarischen Inseln und auf dem spanischen Festland verkauft. Durch die dünne Schale ist diese Banane nicht so gut transportfähig und sie reift sehr schnell.
Die kanarische Banane schmeckt am Besten, wenn sie schon leicht braune Stellen hat. Ist sie nur schön gelb (wie Deutsche die Banane so gerne haben), ist ihr süßes Aroma noch nicht voll ausgeprägt.

Die kanarische Banane in der Krise

La Palma – 700 Tonnen Bananen vernichtet / Bauern bangen um Existenz
Kanarische Inseln, 07.03.2007: Auf La Palma werden diese Woche fast 700 Tonnen Bananen vernichtet, um den fallenden Marktpreis zu stützen. Man spricht bereits von der bisher größten Krise des Sektors. Die Situation der 6000 Bauernfamilien ist ungewiss. Für ein Kilo der Südfrüchte bekommen sie nur noch gut 20 Cent. Der Verbraucher zahlt dafür im Laden rund zwei Euro. Seit Dezember letzten Jahres schon mussten die Bauern ständig weiter schrumpfende Abnahmemengen oder Preissenkungen hinnehmen. Subventionen erhielten sie bisher nicht.

Ein Rezept zu schönen Grillabenden finden Sie auf der Hauptseite von Aventura Wandern.

1. Hotel auf La Palma ohne All-inklusive Angebot

Die Schlacht am BuffetNach einem Bericht des Kanaren Express Ausgabe 143 vom 11.05.2012 stellt das Hotel Sol Melia in Puerto de Naos auf La Palma sein all – inklusive Angebot ein. Im Winter 2011 / 2012 war die Nachfrage des all – inklusive Angebot sehr gering. Dies kommt natürlich vor allem davon, dass in dieser Zeit viele Individualtouristen die Insel La Palma besuchen. Denn vor allem Naturliebhaber und Wanderer möchten ihren Urlaub nicht an den Pools der Hotelanlagen verbringen. Und sie möchten die hervorragende kanarische Küche außerhalb der Hotels kennenlernen.
Einen Schritt in die richtige Richtung finden wir. Dies wäre auch ein Konzept für den Norden der Insel Teneriffa. Auch hier verbringen Ihren Urlaub viele Wanderer und Naturliebhaber. Wer die kanarische Küche kennen lernen möchte, kann sogar seinen Urlaub auf Teneriffa nur mit Frühstück im Hotel planen. Es gibt dabei gleich zwei positive Effekte. Durch die abendliche Buffetschlacht im Hotel isst man natürlich viel mehr und nimmt dann in seinem Urlaub einige Kilo zu. Der zweite Effekt ist, man unterstützt die kleinen Lokale und Bodegas der Canarios. So können wir vielleicht einen kleinen Beitrag dazu leisten, das Sterben der kleinen Gaststätten in den Urlauberzentren der Insel Teneriffa aufzuhalten.

La Palma die Wanderinsel

Für Teneriffa Wanderfreunde, die auch die Nachbarinseln Teneriffas kennenlernen wollen, bietet sich ein Ausflug auf die kleine Schwester Teneriffas die Insel La Palma an.
Die fünft größte Insel des Kanarenarchipels bietet Wander- und Naturfreunden/innen 1000 Km markierte Wanderwege auf nur 708 Km² Fläche.
Die landschaftliche Vielfalt auf La Palma sucht ihres gleichen.
La Palma ist bis heute vulkanisch aktiv, es gab sieben Vulkanausbrüche in den letzten 500 Jahren. Der letzte Vulkan der Teneguia wurde 1971 geboren. Heute sind seine Vulkanfelder ein tolles Wandergebiet hier kann der Wanderer Vulkanismus hautnah erleben.

Natürlich darf das Wandergebiet der “ Caldera de Taburiente” seit 1954 zum Nationalpark ernannt nicht vergessen werden.
Auch der einsame Norden mit seinen tief eingeschnitten Schluchten ist ein Paradies für Wanderer.
Das sind nur drei Wandermöglichkeiten von unzählig vielen Wanderungen, die sich für Natur und Wanderfreunde/innen auf La Palma bieten.

La Palma ist von Teneriffa mit der Fähre von Los Christianos in 2 Stunden zu erreichen.
Vom Nordflughafen in Teneriffa bestehen täglich mehrere Flugverbindungen nach La Palma.

Um einen kleinen Eindruck von der Insel La Palma zu erhalten, sollte man sich ein paar Tage Zeit nehmen.
Jürgen Theis