Drei Fragen zur Geschichte von Teneriffa

p1130524Warum bestand trotz der relativen Nähe der Kanarischen Inseln keine Verbindung zwischen ihnen?
Die schwierigen Strömungsverhältnisse zwischen den Inseln war ein Grund, jedoch wahrscheinlich waren alle Menschengruppen auf den Inseln keine Seefahrer und über Generationen verlernten die Guanchen – Ureinwohner wie sie auf die Inseln gekommen waren.

Verschwanden die Guanchen (Ureinwohner) nach der Eroberung?
Viele wurden nach der Eroberung zu Sklaven gemacht und nach Kastilien, Aragonien oder Portugal gebracht, Eroberungskämpfe und eingeschleppte Krankheiten reduzierten die Guanchen, wurden aber nicht ausgerottet
Durch Neuansiedlungen und auch Negersklaven kam es zur Rassenkreuzung von denen der heutige Kanarier das Endprodukt ist

Welche Handwerke waren bei den Eingeborenen am wenigsten geachtet?
Alle die regelmäßigen Umgang mit Blut hatten, waren am wenigsten geachtet, Zum Beispiel mied das Volk jeglichen Kontakt mit einem Henker. Ebenso stand das Handwerk des Einbalsamierens auf der niedrigsten Stufe. Das Tabu des Blutes gilt auch für andere Aspekte des Lebens. Wenn z.B. auf Gran Canaria die Frau ihre Menstruation hatte, zog sie in eine eigens für diesen Zweck bestimmte Behausung. War die Periode zu Ende, reinigte sie sich durch ein Bad und kehrte in Ihre Wohnung zurück.

Die Bilder stammen aus einer Nachbildung der Ureinwohner in der Modellanlage Pueblo Chico bei La Orotava (Teneriffa). Pueblo  Chico ist seit 2016 geschlossen.

Noch einmal Fronleichnam in La Orotava

P1120972Auch in diesem Jahr werden in La Orotava zu Fronleichnam wieder prachtvolle Sandteppiche und Blütenteppiche gezeigt. Auf dem Rathausplatz in La Orotava wird eine große Plane (gegen Wind und Regen) gespannt und durch Künstler wird hier wie jedes Jahr der weltberühmte Lavateppich gestaltet. Mit diesem Lavateppich ist La Orotava auch im Guinnessbuch der Rekorde. Ein Team von über 20 Künstlern gestalten das etwa 880 qm große biblische Motiv. Der verschiedenfarbige Sand wird aus dem Teide Nationalpark geholt.

Am 2.Juni ist dann die große Prozession, wo das Sandbild dann durch die darauf gehenden Menschen zerstört wird. Schon am frühen Morgen des 2.Juni gestalten die Bürger von La Orotava die Blumenteppiche in den Straßen und Gassen von La Orotava. Aber auch schon vorher lohnt sich ein Besuch von La Orotava. Beim Gestalten des Standbildes kann man den Künstlern vor dem Rathaus zusehen.
IMG_8648Die Prozession in La Orotava ist immer eine Woche nach Fronleichnam und geht danach gleich in das Erntedankfest über.

Mit den besonders in La Orotava bunten Trachten ziehen die einheimischen zu dieser Romeria durch die Stadt. Frisch gegrilltes, Gofio, Eier, kanarische Kartoffeln (papas arugadas) werden an Schaulustige und Touristen verteilt.
Wer als Urlauber zu dieser Zeit auf Teneriffa ist und nicht an diesem Spektakel teilnimmt, hat wirklich etwas verpasst.

Hier die wichtigsten Termine
2. Juni – Fronleichnamsprozession
3. Juni – Trachtentanzfest Balle de Magos am Abend
4. Juni – Viehmesse
5. Juni – Romeria in La Orotava

Der botanische Garten in La Orotava

OLYMPUS DIGITAL CAMERALa Orotava liegt im Norden der Insel Teneriffa, auf ca. 300 – 350 Höhenmeter. Die Hijuela del Botanico ist eine Außenstelle des Botanischen Gartens in Puerto de la Cruz. Zugegeben, im botanischen Garten in Puerto de la Cruz sind wohl die beeindruckteren Pflanzen. „Der Jardin de aclimatación“ genannte botanische Garten in La Orotava bezaubert den Besucher durch seine schöne Atmosphäre und ist ein wahres Pflichtprogramm für alle Blumenfreunde. Neben liebevoll angelegten Blumenrabatten mit üppig blühenden Strelitzien, Lilien und anderen subtropischen Gewächsen kann man auch Bananenstauden bewundern. Zu jeder Jahreszeit blühen hier die Pflanzen.
Eine Auswahl der schönen Pflanzen sehen Sie unten.
Der botanische Garten La Orotava befindet sich hinter dem Rathaus La Orotava. Der Eintritt ist kostenlos. Bitte besuchen Sie den Park von Montag – Freitag am Vormittag. Ab 14.00 Uhr ist der botanische Garten geschlossen.

Taxi fahren auf Teneriffa

Das Fahren mit dem Taxi ist auf Teneriffa relativ preiswert. Innerhalb einer Ortschaft (z.B. Puerto de la Cruz) kostet je nach Tageszeit und Wochentag 3,50 € – 4,50 €. Für die Fahrt von Puerto de la Cruz nach La Orotava muss man 7,00 € – 8,00 € veranschlagen. Die gleichen Tarife gelten natürlich auch für den Süden Teneriffas.
Wenn man ein Taxi haben möchte, geht man an einen Taxistand oder hält den Arm raus, dass das Taxi anhält. Aber nicht gleich den Mut verlieren, wenn nicht jedes Taxi anhält, obwohl es frei ist.

Taxi aus Puerto de la Cruz
Taxi aus Puerto de la Cruz

Die gesetzliche Reglung ist so, dass die Taxis von und in Puerto da la Cruz Gäste transportieren darf. Wo das Taxi stationiert ist, steht am Taxi geschrieben. Ist ein Taxi in La Orotava stationiert, hat soeben Gäste nach Puerto de la Cruz gebracht, darf es keine Gäste nach La Orotava mit zurück nehmen. Deswegen fahren manche Taxis einfach weiter, obwohl sie die Hand heraushalten.

 

 

 

Die Taxis haben auf dem Dach ein grünes Licht. Klar, es bedeutet „Taxi ist frei“. Daneben sind die drei Nummern „1,2 und 3“. Leuchtet die „1“ bedeutet das, niedrigster Tarif. Leuchtet die „3“ bedeutet das höchster Tarif. Der Tarif richtet sich danach, ob es ein Wochentag, Feiertag, Wochenende, Morgens oder am Abend ist.

 

Corpus Christi in La Orotava

Mit Corpus Christi (Fronleichnam) verbindet sich eine sehr lange Tradition in Spanien mit feierlichen Prozessionen und vielfältigen Bräuchen. Die Gemeinde La Orotava ist bekannt für eine besondere Frömmigkeit und so ist der Ort berühmt für religiöses Brauchtum.

Das Besondere zu Corpus Christi ist nicht nur der eindrucksvolle Gottesdienst, sondern auch die kunstvoll gestalteten Teppiche aus Blüten und Sand. Aus reinen Naturmaterialien wie Vulkan-Sand aus den Las Canadas wird der Sandteppich auf dem Rathausplatz gestaltet. 2011 entstand in mühevoller Arbeit ein Sandteppich auf 912qm.

Aus dem Rot von Rosenblättern, dem Grün der Baumheide, dem Gelb der Drüsenfrucht, dem Silber des Gliedkraut und vielen anderen Blüten und Pflanzen entstehen fantastische Blütenteppiche.  Ornamente und kirchliche Darstellungen mit vielen Details beweisen die Kunst der Teppichmacher.

Als Hauptmotive sind Bilder aus dem kirchlichem Leben zu sehen.  Aber auch Blüten und Schmetterlinge, die in der canarischen Fauna und Flora vorkommen, sind sehr detailgetreu dargestellt.

Es ist eine flüchtige Kunst, denn nach dem kirchlichen Gottesdienst führt eine feierliche Prozession über die kunstvoll gestalteten Teppiche aus Blüten und Sand. Weitere Informationen und Fotos zu Corpus Christi in La Orotava finden Sie auf unserer Info-Seite

Die wichtigsten Termine für die Festlichkeiten im Juni 2014:

Samstag 21.Juni 21.00Uhr: Wahl der Trachtenkönigin „Romera Mayor“ im Liceo Taoro
Donnerstag 26.Juni – Haupttag der Fiestas): Ab früh morgens Besichtigung des Lavateppichs auf dem Rathausplatz und Blumenteppiche in den Straßen von La Orotava
Donnerstag, 26.Juni 18.30Uhr: Eucharistie in der Kirche „La Conception“ und danach große Prozession über die Blumen und Sandbilder hinweg
Freitag 27.Juni – spätabends:  Trachtentanzfest
Samstag 28.Juni: Viehausstellung und -segnung auf dem Messegelände bei La Dehesas
Sonntag 29.Juni ab 13.00 Uhr: Romeria  – SEHR EMPFEHLENSWERT

 

 

 

 

 

 

 

La Orotava Stadtrundgang

P1100945Der Besuch der Stadt La Orotava ist auch ein Besuch in der Vergangenheit. Die Stadt La Orotava im gleichnamigen La Orotava – Tal lockt seine Gäste mit Geschichte und Flair. Im historischen Stadtkern findet der Besucher Herrenhäuser aus dem 17 und 18 Jahrhundert mit wunderschönen Holzbalkonen und Ornamenten, winzigen kanarische Hütten, schmalen Gassen mit buckeligem Kopfsteinpflaster und dem süßen Duft aus den Gofiomühlen. Die Altstadt von La Orotava ist denkmalgeschützt und verzaubert mit einem Hauch von erlebbarer Geschichte.

Vom zentralen Busbahnhof La Orotava gehen wir über die zweispurige Hauptstraße Avenida Obispo Benitez de Lugo und halten und nach links in die schmale Gasse Calle El Tejar. Wir treffen auf die breitere Calle Calvario, folgen ihr nach links und gelangen nach einigen Gehminuten an den Plaza de Constitución.
An der Plaza de Constitución beginnen wir unseren Stadtrundgang . Der Plaza de Constitución, eine kleine, grüne Ruhezone direkt an der Iglesia de San Augustin, einem ehemaligen Kloster lädt zum verweilen ein. Hier treffen sich Einheimische zu einem Plausch oder auf einen Kaffee.
Unterhalb der Plaza, von der Carrera Escullo Estévez bietet sich uns ein sehr schöner Blick über das nördliche Stadtviertel bis nach Puerto de la Cruz.

Weiter in Richtung Altstadt auf der Carrera Escullo Estévez stehen wir bald vor dem Ayuntamiento, dem Rathaus mit seiner großen Freitreppe und einem schönen Rathausvorplatz. Dieser Platz ist das Herz aller Festveranstaltungen. Zu Fronleichnam wird in tagelanger Feinarbeit ein riesiges, einmaliges Gemälde aus feinem Lavasand gebildet, meist mit einem kirchlichen Motiv. Benachbarte Straßenzüge werden mit Blütenornamenten und Blütenbildern verziert und bieten so die Grundlage für die feierliche Prozession der kirchlichen Gemeinde. Auch zu den anderen Festen wie Karneval und Weihnachten verwandelt sich der Rathausplatz in das bunte, fröhliche Zentrum von La Orotava. Nehmen Sie sich die Zeit und schauen Sie in das Rathaus hinein. Sie fühlen sich in vergangene Zeiten zurückversetzt.
Auf der Calle Léon, links am Rathaus vorbei, gelangen wir durch ein altes Metalltor in den Hijuela del Botanico, einen kleinen Ableger des botanischen Gartens von Puerto de la Cruz. Verschiedene subtropische und tropische Gewächse wachsen üppig in schön angelegten Rabatten, Bänke laden zum verweilen ein.
Wieder aus dem Tor des botanischen Gärtchens hinaus, halten wir uns nach rechts. Die kanarischen Wohnhäuser mit den stillen, grünen Innenhöfen und dunkelbraunen Holzbalkonen laden zum entdecken und bummeln ein, aber auch die kleinen Häuser in traditioneller, kanarischer Hausbauweise mit schwarzen Lavasteinen in der Hausfront. Wir spazieren die Calle Léon Hochwerts, biegen etwa weiter nach rechts in das Gässchen Cantillo. Die übernächste Strasse ist die Calle San Juan, der wir ein paar Meter nach links folgen, um dann in die Calle Nueva ein zu biegen. Wir treffen auf die Calle Doctor Domingo González Garcia und folgen dieser Straße nach rechts, bummeln links die Calle Salazar entlang.
In der Calle Claudio (Montag geschlossen) begegnet man in der Bodega „Los Compadres“ der herzlichen spanischen Gastfreundschaft. Auch wenn diese Bodega von außen sehr unscheinbar aussieht – es ist ein echter Geheimtipp. Wo erlebt man es heute noch, das Speisen über offenem Holzfeuer im Gastraum zubereitet werden? Die einfachen Holztische biegen sich unter den leckeren kanarischen Köstlichkeiten, frisch vom Grill und aus den Töpfen von Oma Juana. Und der köstliche Wein aus dem Orotavatal……..Ein Erlebnis besonderer Art.

Zurück auf der Calle Salazar, biegen wir nach links in die Calle San Francisco ein. Gegenüber der Plaza San Francisco ist das Eingangstor zum Hospital de la Santisima Trinidad. Die Terrasse des ehemaligen Franzikanerinnenkloster bietet einen wunderbaren Panoramablick über das Orotava-Tal. Das Hospital ist heute ein Heim für behinderte Menschen, der Innenhof kann besichtigt werden.

Die Calle San Francisco weiter bergab gelangen wir an die Casa de los Balcones (rechts) und die Casa de la Alfombras (links).
Casa de los Balcones, ein Herrenhaus aus dem Jahre 1632 bezaubert durch den inseltypischen Baustil mit kunstvoll geschnitzten Holzbalkonen, im Inneren erwartet uns ein typisch kanarischer Patio mit Palmen und vielen Grünpflanzen. Die Casa de los Balcones ist heute ein Ausbildungszentrum für kanarische Handwerkskunst, Frauen zeigen dem Besucher die traditionelle Hohlsaumstickerei. Verkauft werden hier landestypische Kunsthandwerkprodukte, wie Keramik- und Tonwaren, kanarische Trachten, Tischdecken mit kanarischer Hohlsaumstickerei, sowie Liköre, Wein und Honig.

Im zweiten Stock (gegen ein kleines Entgeld) kann man die herrschaftliche Wohnung besichtigen.

Gegenüber der Casa de los Balcones steht das 1592 erbaute Renaissancehaus, das heute als Casa de la Alfombra bekannt ist. Auch hier werden Souvenirs und Kunstgewerbegegenstände verkauft.
Geht man durch das Geschäft hindurch, gelangt man auf die Plaza de Alfombra. Hier betätigt sich ein Künstler mit dem fertigen eines Lavateppichs, wie er zu Fronleichnam in größerer Form auf dem Rathausplatz zu bewundern ist.

Wir spazieren bergab, halten uns rechts auf der Carrera Escultor Estévez und kommen hier wieder zum Rathaus. Nach links biegt die Gasse Tomás Pérez ab und wir gelangen zur erhabenen Kirche Nuestra Señora de la Concepcion am Plaza Casañas. Erbaut am Ende des 18. Jahrhunderts ist die dreischiffige Hallenkirche seit 1948 Nationaldenkmal.

Über der Palmen umsäumten Plaza Casañas geht es weiter bergab über altes Kopfsteinpflaster der Calle Cologan und nach rechts in die Calle Viera, an kleinen windschiefen Häuschen entlang.
Wir treffen auf die Calle Tomás Zerolo, folgen ihr nach rechts auf die Carrera Escultor Estévez.
Wieder nach rechts, kommen wir auf die Calle Calvario und können hier zurück zum Busbahnhof spazieren.

Anforderung: 1,0 Stunden (leicht)     Aufwärts 104m    Abwärts 104m    Länge 2,4 km

Anfahrt mit Mietwagen:

Von Nord: Von Puerto de la Cruz in nördliche Richtung auf die Autobahn TF5.Abfahrt Nr. 19 auf die TF21 in Richtung Teide. Nach 500m kommt der Ort La Orotava. Hier Parkplatz suchen (schwierig!!)
Von Süd:  Von Playa de las Americas auf die Autobahn TF1 in Richtung Santa Cruz. Vor Santa Cruz (nach ca. 30-40 Minuten) auf die Autobahn TF2 in Richtung La Laguna (für ca. 10 Minuten). In La Laguna auf die Autobahn TF5 bis Abfahhrt 19 in Richtung La Orotava / Teide (für ca. 30 Minuten). Nach 500m kommt der Ort La Orotava. Hier Parkplatz suchen (schwierig!!)

Anfahrt Linienbus:

Von Nord: Mit Titsa Bus 101, 345 oder 352 bis Busbahnhof La Orotava (10 Minuten). Die Busse fahren aller 20-30 Minuten.
Von Süd Costa Adeje: Mit Titsa Bus 343 (09.10, 10.00 (nur von Los Christianos), 11.40, 12.15 Uhr (nur von Los Christianos) bis Puerto de la Cruz. Fahrzeit 100 Minuten. Von Puerto de la Cruz mit Titsa Bus 101, 345 oder 352 bis Busbahnhof La Orotava (10 Minuten). Die Busse fahren aller 20-30 Minuten. Rückfahrt von Puerto de la Cruz mit Bus 343: 14.30 (nur bis Los Christianos), 15.25, 17.00 (nur bis Los Christianos), 18.00 Uhr

GPS-Route mit Höhen- und Geschwindigkeitsprofil:

Gesamtstrecke: 3713 m
Maximale Höhe: 479 m
Minimale Höhe: 359 m
Gesamtanstieg: 121 m
Gesamtabstieg: -219 m
Total time: 01:11:05

PDF zum ausdrucken – La Orotava

Die heilige Karwoche oder Ostern auf Teneriffa

Die heilige Karwoche ( (Semana Santa)wird in fast allen Gemeinden der Insel  Teneriffa  gefeiert. Die heilige Karwoche wird in Santa Cruz, Puerto de la Cruz, La Orotava, La Laguna, Arena, Adeje und anderen Orten der Insel Teneriffa  sehr feierlich begangen.  Das Programm  beinhaltet vor allem  Prozessionen und andere religiöse Akte.
Acht Tage lang ziehen die Bruderschaften und Pasos durch die Straßen der Städte, die in Stillschweigen gehüllt zum Bühnenbild für die Offenlegung von Ergriffenheit und Glauben werden. Im Rahmen der Osterwoche werden die Straßen vor der Prozession mit Blumen geschmückt.

Es ist ein besonderes Erlebnis die mystische Atmosphäre auf den Straßen und Plätzen der Städte auf der Insel Teneriffa mit zu erleben. Besonders am Abend, wenn es dunkel ist, herrscht eine beeindruckende Atmosphäre.

Karwoche Teneriffa 2012: 02.-08.04.2012

Romeria – Das schönste Volksfest in La Orotava

Volksfest in La Orotava

Eins der schönsten Volksfeste im Fiesta-Kalender von Teneriffa ist die Romeria in La Orotava.

Ursprünglich ein Pilgerzug der einheimischen Bauern zur  Wallfahrtskapelle von Nuestra Señora de La Piedad, um hier dem Schutzpatron zu danken, hat sich heute die Romeria in ein buntes Straßenfest gewandelt.

Die Canarios sind sehr traditionsbewusst  und so begehen  Alt und Jung in farbenfreudigen Trachten dieses Fest. Selbst die Kleinsten im Kinderwagen sind in die kanarische Tracht gehüllt.
Die Frauen kleiden sich in wunderbare Trachten im bunt- gestreiften Farben, kunstvoll gestickte Westen und kleinem Strohütchen, die Männer in weißen Hemden, rot leuchtenden Westen und Bauchbinden, bestickten Lederstulpen oder Trachtenstrümpfe mit Zopfmuster.

Die Romeria ist canarische Lebensfreude pur. Ochsenbespannte Wagen werden durch die Straßen gezogen. Die Wagen sind liebevoll geschmückt mit Palmenwedeln, Blüten, Bananenstauden, Mispeln. Auf den Wagen sind Grills angebracht und über offenem Feuer werden köstliche Kleinigkeiten wie Fleischspieße und Würstchen gegrillt. Daneben eine Weinzapfstelle, wo der gute Rotwein ausgeschenkt wird. Kinder die auf dem Wagen mitfahren, geben gekochte Eier, Gofio, Popkorn, belegte Brote, kleine Salzkartoffeln, Bananen, Kuchen an die Schaulustigen. Alles an Essen und Trinken wird verteilt.

Den Festumzug begleiten viele Tanzgruppen und  es wird zu traditioneller Musik auf der Straße getanzt. Musikgemeinschaften sind mit Trommeln, Gitarren, der Timple, Flöten begleiten die Tänzer und tanzfreudigen Zuschauer.

Und so wird getanzt und gefeiert bis tief in den Abend hinein.