Vom Parador nach El Portillo

NatternkopfHeute genießen wir eine längere Wanderung durch einen der größten Vulkan – Einsturzkrater der Welt. Unser Weg verläuft an den Calderarandbergen des Einsturzkraters. Großartige farbige Felsformationen wechseln sich mit großen Lavafeldern ab. Bitte unbedingt Sonnenschutz mitnehmen, da auf der gesamten Wegstrecke keine schattigen Stellen sind.
Für Wanderer die mit dem Linienbus anreisen: Es fährt aus dem Süden und aus dem Norden Teneriffas täglich nur je ein Bus zum Nationalpark. Dies gilt auch für die Rückfahrt.

Gleich neben dem Parador Hotel und der Selbstbedienungsgaststätte befindet sich ein Autokreisel. Hier ist in östlicher Richtung, direkt zugehend auf den Tafelberg Guajara (1) ist unser Einstieg zur Wanderung. Hier steht auch ein grünes Hinweisschild „Weg Nr.4“. Dieser gekennzeichnete Weg wird uns heute auch den ganzen Tag begleiten. Zunächst gehen wir für 15 Minuten auf einem von Steinen eingefassten Pfad. Danach stößt unser Weg auf eine breite Piste, wo wir nach links auf die breite Piste gehen. Der Tafelberg Guajara liegt nun rechts von uns. Der mit 2718m hohe Guajara ist neben dem Teide einer der schönsten Berge von Teneriffa. Benannt ist der Berg nach der letzten Prinzessin der Guanchen, der Ureinwohner Teneriffas. Wenig später passieren wir eine Stahlschranke. Gleich dahinter liegt auf der rechten Seite die phantastische Felsformation der Piedras Amarillas (2-Topp). Hellbraune, rötliche bis gelbe Farbenspiele wechseln sich ab. Der Kontrast zum tiefblauen Himmel rundet das beeindruckende Bild ab. Rechts am Hang stehen vereinzelte Kiefern, die versuchen in diesem rauen Klima zu überleben. Zeitweise ist unser breiter Weg auch mit einer schönen Natursteinmauer eingefasst. Im weiteren Verlauf macht unser Weg einen großen Bogen nach rechts. Hier können wir rechts die kantigen Gesteinsformationen aus Basalt bewundern. Alles erinnert an aufgeschichtete Legosteine. Nach 50 Minuten Gehzeit geht links der Weg Nr.16 zur Seilbahnstation ab. Danach durchschreiten wir eine schöne Ebene. 10 Minuten später geht rechts ein Pfad mit Nr.5 zu dem Tafelberg Guajara ab. Wir bleiben jedoch auf unserer breiten Piste. Rechts und links des Weges steht Wildprets Natternkopf. Die großen rotblühenden Säulen dieses Natterkopfgewächses gibt es nur im Nationalpark von Teneriffa. Diese großartigen Pflanzen blühen ab Ende Mai bis Anfang Juli und sind sonst an den säulenartigen Gerippen zu erkennen. Nach 2¾ Stunden Gesamtgehzeit kommen wir durch eine große Ebene. Auf der rechten Seite steht ein schöner Felsturm (3). 45 Minuten später sehen wir vor uns die ersten Häuser von El Portillo. Unser Weg zieht sich aber noch und erst nach weiteren 45 Minuten passieren wir eine Stahlschranke und 5 Minuten stoßen wir auf die Strasse TF21. Auf der anderen Straßenseite befindet sich das Informationszentrum „Centro de Visitantes“ (4). Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall. Hier wird auch ein 20 Minuten-Film über den Teide und die Entstehung Teneriffas (in Deutsch) gezeigt.
Wir gehen auf der Strasse TF21 nach rechts und nach 200m haben wir das Restaurant „El Portillo“ erreicht. Hier ist auch die Bushaltestelle.

Anforderung: 4,5 Stunden (mittel)     Aufwärts 264m    Abwärts 375m    Länge 16,8 km

Anfahrt mit Mietwagen:

Von Nord: Von Puerto de la Cruz auf der TF 21 bis zum Hotel Parador im Nationalpark, Rückfahrt von El Portillo mit Bus 341 bis Parador um das Auto zu holen.
Von Süd:  Von Playa de las Americas die TF 28, weiter die TF 51 bis Vilaflor und von dort die TF 21 bis zum Hotel Parador im Nationalpark, Rückfahrt von El Portillo mit Bus 342 bis Parador um das Auto zu holen.

Anfahrt Linienbus:

Von Nord: Mit Titsa Bus 348 9.15 Uhr ab Puerto de la Cruz bis Hotel Parador, zurück mit Bus 348 ca. 16.30 Uhr ab  El Portillo – Besucherzentrum Centro de Visitantes
Von Süd: Mit Titsa Bus 342 9.15 Uhr ab Playa de las Americas bis Hotel Parador, zurück mit Bus 342 ca. 15.30 Uhr ab  El Portillo – Besucherzentrum Centro de Visitantes

 

GPS-Route mit Höhen- und Geschwindigkeitsprofil:

Gesamtstrecke: 20522 m
Maximale Höhe: 2193 m
Minimale Höhe: 2042 m
Gesamtanstieg: 4318 m
Gesamtabstieg: -4343 m
Total time: 03:11:47

Das gibt’s doch gar nicht ……..

IMG_6945Man kann es kaum glauben, was uns da Wanderer erzählten.
Ein junges Pärchen hatte in einem 4*Hotel in Puerto de la Cruz (Ortsteil La Paz) über einen Reiseveranstalter einen Urlaub „All Inclusive“ gebucht.
Nun sind wir ja schon gewöhnt dass trotz „All Inclusive“ z.B. der Safe extra kostet. Aber die Urlauber müssen auch für die Reinigung der Handtücher extra bezahlen.

Wenn die Urlauber denken Ihre Handtücher sind schmutzig, werden sie aufgefordert Ihre Handtücher in eine bereitgelegte Kunststofftüte zu stecken und an der Rezeption abzugeben. Hier erhalten die Urlauber dann gewaschene Handtücher zum Tausch. Allerdings müssen alle Gäste des Hotels pro abgegebenen Handtuchs       1,00 € bezahlen. Das ist kein Aprilscherz!

Man ist schnell geneigt, das Hotel dafür zu verurteilen. Aber sind wir und vor allem die Veranstalter nicht selber schuld? Der Urlaub soll doch immer „billiger“ werden. Die Hotels werden durch die Veranstalter preislich immer mehr gedrückt, können keine Rücklagen schaffen und müssen über Umwege Geld verdienen.
Oder warum sind in vielen 4* Hotels in Puerto de la Cruz so gravierende Baummängel?

Beispiel Trendtours:
Verlängerungswoche: 7 x Übernachtung/7 x Frühstück in Büfettform € 199 p. P. im 4* Hotel.
Wie kann man als Hotel für 28,50€ pro Nacht + Frühstück noch leben? Davon verdient der Veranstalter auch noch mit und die Mehrwertsteuer muß auch davon bezahlt werden.
Es muss gesagt werden, dass Trendtours trotz des günstigen Preises gegenüber dem Urlauber auf Teneriffa nach Erfahrungen immer eine gute Leistung anbietet.

1. Hotel auf La Palma ohne All-inklusive Angebot

Die Schlacht am BuffetNach einem Bericht des Kanaren Express Ausgabe 143 vom 11.05.2012 stellt das Hotel Sol Melia in Puerto de Naos auf La Palma sein all – inklusive Angebot ein. Im Winter 2011 / 2012 war die Nachfrage des all – inklusive Angebot sehr gering. Dies kommt natürlich vor allem davon, dass in dieser Zeit viele Individualtouristen die Insel La Palma besuchen. Denn vor allem Naturliebhaber und Wanderer möchten ihren Urlaub nicht an den Pools der Hotelanlagen verbringen. Und sie möchten die hervorragende kanarische Küche außerhalb der Hotels kennenlernen.
Einen Schritt in die richtige Richtung finden wir. Dies wäre auch ein Konzept für den Norden der Insel Teneriffa. Auch hier verbringen Ihren Urlaub viele Wanderer und Naturliebhaber. Wer die kanarische Küche kennen lernen möchte, kann sogar seinen Urlaub auf Teneriffa nur mit Frühstück im Hotel planen. Es gibt dabei gleich zwei positive Effekte. Durch die abendliche Buffetschlacht im Hotel isst man natürlich viel mehr und nimmt dann in seinem Urlaub einige Kilo zu. Der zweite Effekt ist, man unterstützt die kleinen Lokale und Bodegas der Canarios. So können wir vielleicht einen kleinen Beitrag dazu leisten, das Sterben der kleinen Gaststätten in den Urlauberzentren der Insel Teneriffa aufzuhalten.

Schwere Zeiten für die Hotels in Puerto de la Cruz

  • Nach einem Artikel des Wochenblatts Ausgabe 139 ist für die Hotels der Hotelkette „Hotesa“ in Puerto de la Cruz das Gläubigerverfahren eröffnet wurden. Es betrifft in Puerto de la Cruz die Hotels Interpalace, Bonanza, Canarife  und Semiramis im Ortsteil La Paz. Bereits im Mai haben die Mitarbeiter schleppende oder keine Lohnzahlung erhalten. Die Hotelkette „Hotesa“ hat in Puerto de la Cruz 170 Mitarbeiter.
  • Anfang Juli hat auch ganz plötzlich das 4* Hotel Atalaya im Taoro Park in Puerto de la Cruz geschlossen. Viele renommierte Hotels in  und um Puerto de la Cruz haben in den letzten Jahren geschlossen.  Das Schließen der Hotels im Norden der Insel Teneriffa nimmt kein Ende.  Dagegen  spricht man im Süden der Insel Teneriffa von Steigerungen bei den Übernachtungen um 5-10%. Die Hotels im Süden Teneriffas sind im Juli 2011 bis zu 75% ausgebucht.

    Woran liegt es, dass die Hotels im Süden wesentlich besser gebucht werden, als im Norden? Haben die Hoteliers in Puerto de la Cruz und Umgebung die Zeit verpasst, um ihre Hotel in Schuss zu halten? Liegt es am Wetter, dass der Norden seit 2 Jahren doch nicht mehr so viel Sonne hat?
    Ein Beispiel am Hotel Atalaya, was vor  14 Tagen geschlossen hat. Das Hotel hat von Außen seit Jahren keine vernünftige Farbe mehr gesehen. Ist die Farbe braun die Farbe des Urlaubs?  Von der Seite mit dem Haupteingang hat das Hotel Atalaya mit seiner Glasfront den Charme eines modernen Fabrikgebäudes. Am Hotel sind schon viele Verkleidungskacheln herunter gefallen. Wenn man die Bilder sieht, könnte man denken das Hotel hat seit Jahren geschlossen. Nein, es hat 14 Tage geschlossen.

    Wie sollen die Betreiber oder Eigentümer der Hotels aber die Renovierungskosten bezahlen? Anfang 2011 gab es ein Aldi – Angebot (….oder Lidl?)  für eine Woche Urlaub in der 4* Anlage „Parque San Antonio“ für 480,00 €. Im Preis sind der Flug von Deutschland, der Flughafentransfer (eine Strecke 80km), Übernachtung im Doppelzimmer und Halbpension enthalten. Der „Parque San Antonio“ hat nur 2 Etagen (keine Bausünde) und eine schöne Poolanlage. Ein Reiseveranstalter verdient an jeder Reise, an jedem Ausflug oder an jedem Mietwagen 20-35%. Was bleibt eigentlich für die Hotels übrig? Wie sollen die Hotels Rücklagen schaffen um dringend notwendige Renovierungen oder Verschönerungen zu machen. Sind wir (wir reisen ja gerne billig…) und die Reiseveranstalter an der Misere auch mit Schuld? Wir denken ja.

    Es wäre aber das Schönste für uns, wenn das Hotel Atalaya im neuen Glanz mit seinen Mitarbeitern irgendwann wieder öffnet.

    Abgefallene Kacheln an der Fassade
    Abgefallene Kacheln an der Fassade
    Der Haupteingang des 4 Sterne Hotels
    Der Haupteingang des 4 Sterne Hotels
    Die braune Fassade des Hotels
    Die braune Fassade des Hotels
    Die Fabrikhalle
    Die Fabrikhalle
    Hotel Atalaya in Puerto de la Cruz
    Hotel Atalaya in Puerto de la Cruz

    Hotel / Apartmentanlage Florasol in Puerto de la Cruz geschlossen?

    Heute wollten wir im in der Hotel / Apartmentanlage Florasol  in Puerto de la Cruz die Werbeauslagen von Aventura Wandern auffüllen. Mit Erschrecken mussten wir feststellen, dass das Tor zum Eingang der Anlage verschlossen war.
    Wer weiß, ob das Hotel nur vorübergehend geschlossen hat oder für immer die Pforten zu lässt?
    Zu diesem Zeitpunkt passt das überhaupt nicht zu der Aussage (Wochenblatt vom 20.04.11), dass Teneriffa im Vergleich zu März 2010 einen Zuwachs an Touristen von 22,26% hat. Wobei die Zuwächse eher für den Süden zutreffen. Es kommt oft von Wanderern die Frage, welches Hotel könnt ihr uns empfehlen. Die Antwort fällt sehr schwer………  Viele Wanderer haben jedoch mit dem Hotel Puerto Palace und dem Hotel El Tope in Puerto de la Cruz gute Erfahrungen gemacht.
    Siehe auch www.puertopalace.com