Die Entstehung des Tals (Schlucht) von El Palmar

Das El Palmar Tal mit der Torte
Das El Palmar Tal mit der Torte

Die Informationen erhalten sie mit Hilfe unseres Freundes Cristóbal, einer der bekanntesten Botaniker der Insel Teneriffa

Die Schlucht von El Palmar im Tenogebirge war zuerst, wie sonst alles in der Gegend, eine tiefe Schlucht und durch Erosion entstanden. Eines Tages (vor gut 60.000 Jahre) wurde diese Schlucht vom Vulkanausbruch zum Teil geschlossen und von neuen Lava-Materialen geschüttet. Die Steigung von dieser Schlucht von Buenavista bis El Palmar ist ausgeweicht worden, von den Materialen die damals vom Vulkanausbruch, die Schlucht runter ausgeschüttet wurden.

Die Erosionsmaterialen haben sich hinter dem Vulkan gesammelt, oberhalb El Palmar, Richtung Las Portelas; denn der Weg zum Meer war unterbrochen. Diese Erde, wurde schon Anfang des 20 Jahrhundert für benutzt, um die neuen Lavafelder von El Guincho, die großen Bananenflächen an der Küste vor den Tunneln von Garachico damit fruchtbar zu machen. Mit Karren, die von Tieren gezogen waren, wurde damals die Erde diese Strecke von über 10 Km transportiert.

Vor über 25 Jahre haben einige Besitzer dieses Vulkans von El Palmar (siehe Foto) ihren Anteil abgebaggert und damit die drei tiefe Einschnitte gemacht. Heute hätte man so etwas nicht mehr erlaubt. Die feine Asche „Lapilli“, auf Teneriffa „Picón“ genannt, wird zusammen mit Zement in Bausteine verarbeitet.

Es ist also kein großer Vulkankrater, sondern in der Schlucht durch ist ein Vulkanausbruch (vom kleinen Vulkan mit den Einschnitten) entstanden, was diese Schlucht in Richtung Buenavista zum Teil damals geschlossen   hat. Die Landschaft dort war dann auch nicht mehr so steil.

Folgende geführte Wanderungen im Tenogebirge in und um das El Palmar Tal biete Aventura Wandern an:
Die Hochebene Teno Alto (Donnerstag) – Informationen  
Hoch über Masca (Sonntag) – Informationen

 

 

Das Abenteuer „Riscosteig“ Teneriffa

P1140339Diese großartige Wanderung über den Riscosteig (Felsensteig) erfordert eine gewisse Schwindelfreiheit. Bei starkem Wind, Nässe und Regen ist von der Wanderung abzuraten. Belohnt wird unser schweißtreibender Aufstieg mit phantastischen Blicken auf steile Felswände und in tiefe Schluchten. Auf Teneriffa gibt es keine vergleichbare Hochebene wie die Teno – Hochebene.

Wer mit dem öffentlichen Linienbus nach Buenavista kommt, beginnt die Wanderung oberhalb der Endhaltestelle an der Cepsa – Tankstelle. Wir gehen die TF42 (Ausschilderung Punta Teno) in westliche Richtung. Die TF 42 wird im Ortskern von Buenavista zur TF445. Wir gehen durch den gesamten Ort, parallel vorbei an einer gelben großen Apartmentanlage. Nach 30 Minuten kommen wir weit hinter Buenavista zum Einstieg der Wanderung. Wenn auf der Strasse drei große Schilder „Durchfahrt verboten“ erscheinen, ist links unser Einstieg zur Wanderung. Wer mit Fahrzeug anreist, hat hier Parkmöglichkeiten.
Unser Pfad beginnt am Fuß des Barranco del Monte und geht an einer großen Wasserzysterne links vorbei (Hinweisschild Teno Alto 2 Stunden). Kurz hinter dem Behälter wandern wir nach rechts in einem kleinen Flussbett hochwärts. Das Flussbett gehört dem Nachbar – Barranco de la Torre. Über große Steine müssen wir steigen. Rechts und links des ansteigenden Steigs steht Riesenschilf und kanarische Wolfsmilch. Auf dem gesamten Steig sollten wir immer auf Steinmännchen achten. Nach 30 Minuten Gehzeit ab der Strasse erscheint vor uns ein kleiner Felsen mit orangefarbenen Flechten und wir sind hier geneigt nach links zu gehen. Jedoch unser Steig geht halb rechts, steil nach oben. Wenn an den gegenüberliegenden Hang des Barrancos zurückschauen, erkennen wir überwucherte, längst verlassene Terrassenfelder.
Nach 1 ¾ Stunden schweißtreibendem Aufstieg kommen wir auf das 650m hohe Teno – Hochplateau. Wir sehen einen runden mit Steinen eingefassten geschichtsträchtigen Platz. Die Guanchen, die Ureinwohner Teneriffas nutzten diese Plätze als Versammlungsort. Wir gehen hier links vorbei und sehen am linken Wegrand einen kleinen Holzpfahl mit einer grünen Wegmarkierung. Leicht bergan geht unser Weg über die Hochebene. Wir sehen wunderschöne farbige weiß, ocker, rot bis bräunliche Gesteinsformationen. Rechts sehen wir Terrassenfelder und ein Gestell mit Wolkenauffangnetzen zur Wassergewinnung. Am oberen Rand der Terrassenfelder macht unser Weg einen großen Bogen nach rechts. Links am Weg sind nun vom Wind gepeitschte lichte Baumheide – und Lorbeerbestände. Wir kommen an einer Steinsäule vorbei und halten uns dahinter links. 1 Minute später sehen wir unter uns eine Mulde mit zwei einsamen Häusern. Unser Pfad verläuft links oberhalb der Mulde. Auf Steinmännchen achten. Im weiteren Verlauf kommt unser Wanderpfad auf eine kleine Asphaltstrasse. Nach 10m gabelt sich die Asphaltstrasse. Wir gehen hier jedoch gerade aus von der Strasse herunter und auf dem braunen Fels nach oben. Der Weg ist hier schlecht zu erkennen. Bei Nebel Achtung!. Gehen wir aber parallel von der rechts verlaufenden Wasserleitung, können wir den Weg nicht verfehlen. Kurze Zeit später kommt unser Pfad wieder auf die Asphaltstrasse. Wir gehen links auf die Strasse leicht ansteigend. 5 Minuten passieren wir auf der rechten Straßenseite eine kleine Höhle. Hier finden Ziegen ihr zu Hause. Gleich danach sehen wir die ersten Häuser von Teno Alto. Nach 2 ½ Stunden erreichen wir den Dorfplatz von Teno Alto. Bekannt geworden ist Teno Alto durch seinen hervorragenden Ziegenkäse. Zwei kleine Bars laden zu einer Pause ein.
Auf gleichem Weg gehen wir bis Buenavista zurück. Wer mit dem Linienbus unterwegs ist, kann auch von Teno Alto nach El Palmar absteigen. Gehzeit ca. 2 Stunden. Bus 355 um ca. 15.10, 17.30 Uhr von El Palmar nach Buenavista. Bus 366 um ca. 14.05 und 18.05 Uhr von El Palmar nach Buenavista.

Anforderung: 4 1/4  Stunden (schwer) Aufwärts 742m Abwärts 742m Länge 7,0 km

Anfahrt mit Mietwagen:

Von Nord: Von Puerto de la Cruz auf der TF5  und ab Icod de los Vinos weiter auf der TF 42 bis Buenavista.
Von Süd: Von Adeje die TF82 bis Icod de los Vinos.  Ab Icod de los Vinos weiter auf der TF 42 bis Buenavista.

Anfahrt Linienbus:

Von Nord: Mit dem Linienbus 363 bis Buenavista – Endhaltestelle (75 Minuten). Ab Puerto de la Cruz 09.00, 10.00, 11.00 Uhr, Ab Buenavista 13.30, 14.30, 15.30, 16.30, 17.30 bis Puerto de la Cruz
Von Süd Costa Adeje: Mit Titsa Bus 460  um 08.30, 11.00 Uhr ab Adeje bis Icod de los Vinos, weiter bis Buenavista mit Bus 363   Anfahrt mit Bus sehr weit!!!

PDF zum ausdrucken – Riscosteig

GPS-Route mit Höhen- und Geschwindigkeitsprofil:

Gesamtstrecke: 13860 m
Maximale Höhe: 800 m
Minimale Höhe: 101 m
Gesamtanstieg: 1285 m
Gesamtabstieg: -1246 m
Total time: 04:32:31

Die Teno Hochebene und der beste Ziegenkäse

Neu 098Diese Wanderung ist eine grandiose Rundwanderung im Tenogebirge. Der Startpunkt ist die Strasse TF 436 am Abzweig der Strasse in Richtung Teno Alto im Bergdorf El Palmar. Links neben dem Straßenabzweig geht unser Wanderweg mit der Kennzeichnung „TF 57 Teno Alto“ los. Zwischen aufgeschichteten Steinmauern steigt unser Weg vorerst leicht an. Am Wegesrand wachsen Kanarische Gänsedisteln, Wolfsmilch und wilder Fenchel. Der Fenchel gibt einen angenehmen Duft ab. Nach 15 Minuten kreuzen wir einen Betonweg und 5 Minuten später kreuzen wir die nach Teno Alto führende Asphaltstrasse. Unser mit Basaltsteinen gepflasterter Weg führt jetzt etwas steiler durch Schattenspendende Baumheide und Gagelbaumbestände Hochwerts. Nach 50 Minuten Gesamtgehzeit kommen wir an einen Wegweiser, wo wir einfach gerade aus weiter wandern. 100m hinter dem Wegweiser verläuft unser Wanderweg parallel zu einer Wasserleitung, etwas unterliegend von der nach Teno Alto führenden Asphaltstrasse. Nach wenigen Minuten kommen wir erneut an einem Wegweiser vorbei, der uns erneut nur sagen möchte, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Unser Weg steigt nach 1¼ Stunde vom Startpunkt kurz an und kommt auf einen felsigen Bergrücken, wo wir phantastische Weitblicke haben. Wir halten uns hier rechts (!) und sehen sogleich einen Stein mit gelb / weißer Markierung. Wir gehen nun für 10 Minuten talwärts. Hat unser steingepflasterter Weg die Talsohle erreicht, steigt er sogleich an der anderen Bergseite wieder Hochwerts. Im weiteren Verlauf geht breiter gewordener Weg an einem Zaun vorbei. Dahinter befinden sich gepflegte Gärten, wo vor allem Kartoffeln angebaut werden. Gleich darauf wird unser Weg zu einem Betonweg. 100m später verlassen wir nach rechts den Betonweg, gehen über eine kleine Holzbrücke und stoßen kurz danach wieder auf den Betonweg. Kurze Zeit später macht unser Betonweg eine scharfe Kurve nach links und wir wandern hier gerade aus auf einem unbefestigten Weg weiter. Nach weiteren 200m kreuzen wir die nach Teno Alto führende Asphaltstrasse und kommen gleich darauf wieder auf die Asphaltstrasse. Wir gehen nun die Asphaltstrasse bis Teno Alto und erreichen den Kirchplatz nach 1¾ Stunden Gesamtgehzeit. In Teno Alto befinden sich zwei Bars, wo der im Ort hergestellte Ziegenkäse mit einem Glas Rotwein (ein Glas!) probiert werden kann. Nach der Pause biegen wir gegenüber dem Kirchplatz auf die links ansteigende Strasse. Unser Wegweiser mit der Kennzeichnung TF 51 „San Jose de la Llanos“ steht etwas unglücklich auf der anderen Seite der Straßenkreuzung. 15 Minuten nach Teno Alto passieren wir eine immer offen stehende Stahlschranke und 30m dahinter wird unsere Asphaltstrasse zu einem Betonweg. Kurz Zeit später gehen wir an einem Wegweiser nach links. Die Betonstrasse führt hier geradeaus weiter. Vor uns sehen wir ein großes Wasserreservoir. Gleich hinter dem Abzweig steigt unser Weg auf Treppen bergan. Danach wandern wir durch sehr alte Baumheidebestände. Die Stämme der Baumheide sind durch die Feuchtigkeit mit dickem Moos bedeckt. Nach dem wir die Baumheidebestände hinter uns gelassen haben, besticht der Wanderweg durch phantastische Ausblicke auf La Palma, La Gomera, die Nord- und Südküste. Wir wandern direkt auf der Wetterscheide. Vor uns können wir am Hang sehen: rechts Südhang – Vegetation spärlich und links Nordhang – Vegetation durch die Passatwolken üppig und grün. Auf der linken Seite im Palmartal sehen wir einen Vulkanhügel mit tiefen Einschnitten. Hier wurde früher Vulkanboden abgebaut. Heute nennt man den Berg „La Tarta“ (die Torte). Und schon sehen wir vor uns die Strasse nach Masca mit einem Aussichtspunkt. 20m vor der Strasse geht ein Pfad nach links in das fruchtbare Palmartal. Der Pfad hat keine Kennzeichnung, ist aber gut zu finden. Gemütlich geht der Pfad am Hang talwärts entlang. Nach 1½ Stunden ab Teno Alto kommen wir an ein aus Natursteinen gemauertes Steinhaus. Hier gehen wir links auf einen breiteren Weg, um nach 30m nach rechts auf einen Wiesenweg zu gehen. Eine Wasserleitung verläuft auf der linken Seite des Wiesenweges. 100m weiter gehen wir links an einem weiteren weiterem Steinhaus vorbei. Gleich hinter dem Steinhaus kommen wir auf einen Fahrweg, gehen nach rechts auf den Fahrweg und 5m weiter wieder links talwärts. Kurze Zeit später verläuft unser Weg über einen kleinen Felsrücken, wo der Verlauf des Weges etwas schlecht einzusehen ist. Gleich hinter dem Felsrücken verläuft der Weg nach rechts und ist wieder gut einsehbar. Wir kreuzen eine kleine Asphaltstrasse und kommen kurze Zeit später wieder auf diese Asphaltstrasse, auf der wir jetzt bis El Palmar gehen. Wir erreichen die Hauptstrasse TF436 am oberen Ortseingang von El Palmar. An der TF 436 halten wir uns links und gehen durch den Ort leicht bergab und erreichen unseren Ausgangpunkt nach fast 4 Stunden Gesamtgehzeit.

Anforderung: 4,5 Stunden (mittel) Aufwärts 608m Abwärts 608m Länge 9,5 km

Anfahrt mit Mietwagen:

Von Nord: Von Puerto de la Cruz die TF5 bis Icod de los Vinos und weiterführend die TF 42 bis Buenavista. Von Buenavista die TF436 bis El Palmar.
Von Süd: Von Playa de las Americas die TF 82 bis Icod de los Vinos. In Icod de los vinos auf die TF 42 bis Buenavista. Von Buenavista die TF436 bis El Palmar.

Anfahrt Linienbus:

Von Nord: Mit Titsa Bus 363 ab 08.00 Uhr stündlich bis Buenavista. Ab Buenavista mit Bus 355 um 09.30 oder 11.45 Uhr bis El Palmar.
Von Süd Costa Adeje: Anfahrt mit dem Linienbus sehr weit.

PDF zum ausdrucken – Teno Alto

GPS-Route mit Höhen- und Geschwindigkeitsprofil:

Gesamtstrecke: 10217 m
Maximale Höhe: 974 m
Minimale Höhe: 508 m
Gesamtanstieg: 755 m
Gesamtabstieg: -713 m
Total time: 03:13:44

 

Die Entstehung des El Palmar-Tals im Tenogebirge

Cristobal
Cristobal

Immer wieder erfahren wir von Wanderern und Urlaubern dass ihnen von Reiseführern und Wanderführern über das El Palmar-Tal erzählt wurde, dass man sich in diesem Tal (in dem sich die Orte El Palmar und Las Portelas befinden) in einem Vulkan – Einsturzkrater wie im Teide Nationalpark befindet.
Da wir in Büchern oder im Internet nichts schlüssiges darüber finden konnten, haben wir unseren Freund Cristóbal um Hilfe gebeten. Cristóbal ist Biologe und macht botanische Führungen im botanischen Garten von Puerto de la Cruz, sowie botanisch / geologische Wanderungen auf Teneriffa.

Hier seine Antwort dazu:

Hallo Angela und Jörg,

Die Schlucht von El Palmar, war zuerst, wie sonst in der Gegend, eine tiefe Schlucht durch Erosion entstanden. Eines Tages (vor gut 60.000 Jahre) wurde diese Schlucht vom Vulkanausbruch zum Teil geschlossen und von neuen Lava-Materialen geschüttet. Die Steigung von dieser Schlucht von Buenavista bis El Palmar ist ausgeweicht worden, von den Materialen die damals vom Vulkanausbruch, die Schlucht runter ausgeschüttet wurden.

Die Erosionsmaterialen haben sich hinter dem Vulkan gesammelt, oberhalb El Palmar, Richtung Las Portelas; denn der Weg zum Meer war unterbrochen. Diese Erde, wurde schon Anfang des 20 Jahrhundert benutzt, um die neuen Lavafelder von El Guincho, die großen Bananenflächen an der Küste vor den Tunneln von Garachico damit fruchtbar zu machen. Mit Karren, die von Tieren gezogen waren, wurde damals die Erde diese Strecke von über 10 Km transportiert.

Vor über 25 Jahre haben einige Besitzer dieses Vulkans von El Palmar (siehe Foto)  ihren Anteil abgebaggert und damit die drei tiefe Einschnitte gemacht.  Heute hätte man so etwas nicht mehr erlaubt. Die feine Asche „Lapilli“, bei uns „Picón“ genannt, wird u.a. zusammen mit Zement in Bausteine verarbeitet.

Ich hoffe die Erklärungen haben Euch geholfen diese Landschaft zu verstehen. Das war also kein großer Vulkankrater, sondern in der Schlucht ist ein Vulkanausbruch entstanden, was diese Schlucht zum Teil damals geschlossen hat und die Landschaft dort wurde nicht mehr so steil.

Grüße von Cristóbal.

Wir möchten uns bei Cristóbal bedanken.