Das verlassene Bergdorf Las Castillas

P1150224Wer dem manchmal hektischen Treiben in den Urlauberzentren entfliehen möchte und die Einsamkeit liebt, für die Wanderer ist der heutige Tag genau der Richtige. Wir werden bei dieser nicht so sehr bekannten Wanderung sehr wenig oder keinen Menschen treffen. Und immer wieder stellt sich während der Wanderung bei uns die Frage: „Was hat Menschen dazu bewogen in dieser Einsamkeit zu wohnen und die schwere Arbeit auf den kleinen schwer zugänglichen Terrassenfeldern zu verrichten?“

Nach einer eindrucksvollen Anfahrt entlang der Atlantikküste kommen wir auf der in „Igueste de San Andrès“ endenden Strasse TF121 an. Wo die Strasse im Ort eine scharfe Rechtskurve durch den „Barranco de Igueste“ macht, beginnt unsere Wanderung. 10m vor dieser Rechtskurve ist eine Bushaltestelle, wo man auch sein Fahrzeug abstellen kann. Wer zu weit fährt, ist auch kein Problem, da die Strasse nach 300m endet. Wir gehen die kleine Steinbrücke über den Barranco und gleich dahinter biegen wir links auf die kleine Asphaltstrasse in nördliche Richtung ab. Die Asphaltstrasse führt im „Barranco de Igueste“ Hochwerts. Rechts und links der kleinen Strasse befinden sich fruchtbare Terrassengärten mit Bananenstauden und Zitrusfrüchten. Schon hier ist unsere Wanderung gelb/weiß markiert.
Nach ca. 40 Minuten Gehzeit geht in einer Rechtskurve nach rechts ein Betonweg steil Hochwerts aus dem Barranco heraus (wer mit eigenem Fahrzeug anreist, kann auch bis zur Betonstrasse fahren und hier parken). Auf diesem Betonweg gehen wir 100m, bevor unser eigentlicher Wanderpfad in einer Kurve nach links abbiegt. Nach weiteren 50m halten wir uns an einer Weggablung rechts. Ein schon sehr verwittertes Hinweisschild „Casillas“ zeigt uns den Weg. Auf der rechten Wegseite sehen wir kleine Terrassenfelder, wo heute noch Kürbis, Zucchini und Mais angebaut werden. Rückblickend haben wir eine großartige Aussicht auf den Barranco, das Dorf Igueste und den Atlantik. Nach 1 Stunde Gesamtgehzeit ab Igueste kommt unser Pfad auf einen kleinen Bergsattel und ist hier zusätzlich noch mit blauen Pfeilen markiert. Hinter dem Sattel steigt unser Weg weiter bergan. Nach weiteren 15 Minuten ist 5m hinter einem gelb/weiß markierten Holzpfahl eine Weggablung. Wir nehmen den Pfad nach scharf links, der nach weiteren 5m wieder gelb/weiß markiert ist. Über uns sehen wir eine Stromleitung, auf die wir zusteuern. Endlich sind wir auf der Kammhöhe und gehen unter einer Stromleitung hindurch, um gleich dahinter über felsiges Gestein nach links zu gehen. Hier müssen wir etwas auf die Markierung achten. Unser Pfad verläuft jetzt im weiteren Verlauf parallel unter der mit Holzmasten getragenen Stromleitung. Nach 2¼ Stunden Gesamtgehzeit sehen wir hinter einer Linkskurve urplötzlich den verlassene Weiler Las Castillas. Mit ihren bewachsenen und schon verfallenen Dächern sind die Hütten schöne Fotomotive. Bevor wir den Rückweg auf dem gleichen Pfad antreten, machen wir noch eine Pause. Wer mit dem Linienbus angereist ist, kann auch auf dem gut markiertem Weg in 35 Minuten bis zur Anagahochstrasse TF123 weiter wandern. Hier befindet sich die Bushaltestelle der Linie 247 nach Santa Cruz. Da hier aber nur sehr wenig Busse fahren (nachmittags nur ein Bus) ist davon abzuraten. Nach 4 Stunden sind wir wieder in „Igueste de San Andrès“.

Anforderung: 4,0 Stunden (mittel)     Aufwärts 646m    Abwärts 646m    Länge 8,5 km

Anfahrt mit Mietwagen:

Von Nord: Von Puerto de la Cruz Autobahn TF5 bis Santa Cruz. In Santa Cruz in Richtung Hafen und dann die Küstenstraße TF11 bis San Andres. Weiter die TF121 bis Igueste de San Andres.
Von Süd:  Von Playa de las Americas  die Autobahn TF5 bis Santa Cruz. In Santa Cruz in Richtung Hafen und dann die Küstenstraße TF11 bis San Andres. Weiter die TF121 bis Igueste de San Andres.

Anfahrt Linienbus:

Von Nord: Mit Titsa Bus 103 bis Santa Cruz. in der Woche aller 30 Minuten, Wochenende stündlich. Von Santa Cruz Nr. 945
Mo – Fr.  09.15, 11.40 Uhr bis Igueste (Endstation), Rückfahrt 15.10, 17.10 Uhr
Sa, So, Feiertags 10.40, 12.30 Uhr bis Igueste (Endstation), Rückfahrt 15.30, 17.30 Uhr
Von Süd Costa Adeje: Mit Titsa Bus 110 in der Woche aller 30 Minuten, Wochenende stündlich. Von Santa Cruz
Nr. 945
Mo – Fr.  09.15, 11.40 Uhr bis Igueste (Endstation), Rückfahrt 15.10, 17.10 Uhr
Sa, So, Feiertags 10.40, 12.30 Uhr bis Igueste (Endstation), Rückfahrt 15.30, 17.30 Uhr

PDF zum ausdrucken – Las-Castillas

GPS-Route mit Höhen- und Geschwindigkeitsprofil:

Gesamtstrecke: 9772 m
Maximale Höhe: 618 m
Minimale Höhe: -6 m
Gesamtanstieg: 767 m
Gesamtabstieg: -710 m
Total time: 02:31:09

Die Teno Hochebene und der beste Ziegenkäse

Neu 098Diese Wanderung ist eine grandiose Rundwanderung im Tenogebirge. Der Startpunkt ist die Strasse TF 436 am Abzweig der Strasse in Richtung Teno Alto im Bergdorf El Palmar. Links neben dem Straßenabzweig geht unser Wanderweg mit der Kennzeichnung „TF 57 Teno Alto“ los. Zwischen aufgeschichteten Steinmauern steigt unser Weg vorerst leicht an. Am Wegesrand wachsen Kanarische Gänsedisteln, Wolfsmilch und wilder Fenchel. Der Fenchel gibt einen angenehmen Duft ab. Nach 15 Minuten kreuzen wir einen Betonweg und 5 Minuten später kreuzen wir die nach Teno Alto führende Asphaltstrasse. Unser mit Basaltsteinen gepflasterter Weg führt jetzt etwas steiler durch Schattenspendende Baumheide und Gagelbaumbestände Hochwerts. Nach 50 Minuten Gesamtgehzeit kommen wir an einen Wegweiser, wo wir einfach gerade aus weiter wandern. 100m hinter dem Wegweiser verläuft unser Wanderweg parallel zu einer Wasserleitung, etwas unterliegend von der nach Teno Alto führenden Asphaltstrasse. Nach wenigen Minuten kommen wir erneut an einem Wegweiser vorbei, der uns erneut nur sagen möchte, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Unser Weg steigt nach 1¼ Stunde vom Startpunkt kurz an und kommt auf einen felsigen Bergrücken, wo wir phantastische Weitblicke haben. Wir halten uns hier rechts (!) und sehen sogleich einen Stein mit gelb / weißer Markierung. Wir gehen nun für 10 Minuten talwärts. Hat unser steingepflasterter Weg die Talsohle erreicht, steigt er sogleich an der anderen Bergseite wieder Hochwerts. Im weiteren Verlauf geht breiter gewordener Weg an einem Zaun vorbei. Dahinter befinden sich gepflegte Gärten, wo vor allem Kartoffeln angebaut werden. Gleich darauf wird unser Weg zu einem Betonweg. 100m später verlassen wir nach rechts den Betonweg, gehen über eine kleine Holzbrücke und stoßen kurz danach wieder auf den Betonweg. Kurze Zeit später macht unser Betonweg eine scharfe Kurve nach links und wir wandern hier gerade aus auf einem unbefestigten Weg weiter. Nach weiteren 200m kreuzen wir die nach Teno Alto führende Asphaltstrasse und kommen gleich darauf wieder auf die Asphaltstrasse. Wir gehen nun die Asphaltstrasse bis Teno Alto und erreichen den Kirchplatz nach 1¾ Stunden Gesamtgehzeit. In Teno Alto befinden sich zwei Bars, wo der im Ort hergestellte Ziegenkäse mit einem Glas Rotwein (ein Glas!) probiert werden kann. Nach der Pause biegen wir gegenüber dem Kirchplatz auf die links ansteigende Strasse. Unser Wegweiser mit der Kennzeichnung TF 51 „San Jose de la Llanos“ steht etwas unglücklich auf der anderen Seite der Straßenkreuzung. 15 Minuten nach Teno Alto passieren wir eine immer offen stehende Stahlschranke und 30m dahinter wird unsere Asphaltstrasse zu einem Betonweg. Kurz Zeit später gehen wir an einem Wegweiser nach links. Die Betonstrasse führt hier geradeaus weiter. Vor uns sehen wir ein großes Wasserreservoir. Gleich hinter dem Abzweig steigt unser Weg auf Treppen bergan. Danach wandern wir durch sehr alte Baumheidebestände. Die Stämme der Baumheide sind durch die Feuchtigkeit mit dickem Moos bedeckt. Nach dem wir die Baumheidebestände hinter uns gelassen haben, besticht der Wanderweg durch phantastische Ausblicke auf La Palma, La Gomera, die Nord- und Südküste. Wir wandern direkt auf der Wetterscheide. Vor uns können wir am Hang sehen: rechts Südhang – Vegetation spärlich und links Nordhang – Vegetation durch die Passatwolken üppig und grün. Auf der linken Seite im Palmartal sehen wir einen Vulkanhügel mit tiefen Einschnitten. Hier wurde früher Vulkanboden abgebaut. Heute nennt man den Berg „La Tarta“ (die Torte). Und schon sehen wir vor uns die Strasse nach Masca mit einem Aussichtspunkt. 20m vor der Strasse geht ein Pfad nach links in das fruchtbare Palmartal. Der Pfad hat keine Kennzeichnung, ist aber gut zu finden. Gemütlich geht der Pfad am Hang talwärts entlang. Nach 1½ Stunden ab Teno Alto kommen wir an ein aus Natursteinen gemauertes Steinhaus. Hier gehen wir links auf einen breiteren Weg, um nach 30m nach rechts auf einen Wiesenweg zu gehen. Eine Wasserleitung verläuft auf der linken Seite des Wiesenweges. 100m weiter gehen wir links an einem weiteren weiterem Steinhaus vorbei. Gleich hinter dem Steinhaus kommen wir auf einen Fahrweg, gehen nach rechts auf den Fahrweg und 5m weiter wieder links talwärts. Kurze Zeit später verläuft unser Weg über einen kleinen Felsrücken, wo der Verlauf des Weges etwas schlecht einzusehen ist. Gleich hinter dem Felsrücken verläuft der Weg nach rechts und ist wieder gut einsehbar. Wir kreuzen eine kleine Asphaltstrasse und kommen kurze Zeit später wieder auf diese Asphaltstrasse, auf der wir jetzt bis El Palmar gehen. Wir erreichen die Hauptstrasse TF436 am oberen Ortseingang von El Palmar. An der TF 436 halten wir uns links und gehen durch den Ort leicht bergab und erreichen unseren Ausgangpunkt nach fast 4 Stunden Gesamtgehzeit.

Anforderung: 4,5 Stunden (mittel) Aufwärts 608m Abwärts 608m Länge 9,5 km

Anfahrt mit Mietwagen:

Von Nord: Von Puerto de la Cruz die TF5 bis Icod de los Vinos und weiterführend die TF 42 bis Buenavista. Von Buenavista die TF436 bis El Palmar.
Von Süd: Von Playa de las Americas die TF 82 bis Icod de los Vinos. In Icod de los vinos auf die TF 42 bis Buenavista. Von Buenavista die TF436 bis El Palmar.

Anfahrt Linienbus:

Von Nord: Mit Titsa Bus 363 ab 08.00 Uhr stündlich bis Buenavista. Ab Buenavista mit Bus 355 um 09.30 oder 11.45 Uhr bis El Palmar.
Von Süd Costa Adeje: Anfahrt mit dem Linienbus sehr weit.

PDF zum ausdrucken – Teno Alto

GPS-Route mit Höhen- und Geschwindigkeitsprofil:

Gesamtstrecke: 10217 m
Maximale Höhe: 974 m
Minimale Höhe: 508 m
Gesamtanstieg: 755 m
Gesamtabstieg: -713 m
Total time: 03:13:44

 

Höhenwanderung zur Finca Guerges

P1150409Es ist eine Paradetour mit grandiosen Ausblicken auf dem Guergues – Steig. Die Wanderung verläuft zum großen Teil über felsiges Gelände mit schwindelerregenden Tiefblicken in die Schluchten des Barranco de Masca und des Barranco Seco. Der Steig erfordert Trittsicherheit und etwas Schwindelfreiheit.

Wir kommen von Santiago de Teide, fahren über den Kamm und 400m dahinter ist der Mirador de Masca (Aussichtspunkt auf Masca). Vom Aussichtspunkt gehen wir ca 150m in Richtung Masca talwärts auf der Strasse TF436. In der nächsten nach rechts führenden Haarnadelkurve geht links mit einer Kette abgesperrter Betonweg ab. Gleich rechts von dem Betonweg geht unser Wanderweg los. Markiert ist der Einstieg mit einem kleinen Steinmännchen. Gleich nach dem Einstieg ist unser Weg etwas unübersichtlich. Wir müssen über einen kleinen Bergrücken gehen und dürfen nicht in den kleinen Barranco de Natero absteigen. Der Weg ist immer wieder mit Steinmännchen markiert. 10 Minuten später ist der Weg eindeutiger zu sehen und mit weißen Punkten markiert. Unser Weg führt gemütlich immer leicht bergan oder bergab links unterhalb der Kammhöhe entlang. Fast während der ganzen Wanderung gehen wir über felsiges Gelände. Nach 30 Minuten haben wir die Kammhöhe an einer kleinen Höhle (1) erreicht. Wir gehen links einen Meter vor der Höhle vorbei. Von der Kammhöhe haben wir atemberaubende Blicke nach Masca, in den Barranco de Masca und den Barranco Secco. Für kurze Zeit wandern wir auf der Kammhöhe. 10 Minuten später durchschreiten wir ein Holztor für ein Ziegengatter. Unser Weg steigt danach wieder an. Im weiteren Verlauf wechselt unser Weg auf die rechte Kammseite, um kurze Zeit später wieder auf die linke Kammseite zu wechseln. Nun führt unser Weg durch die Büsche der echten Retema (Ginsterbüsche) und durch purpurrote Wolfsmilch leicht bergab. Jetzt sehen wir vor uns eine wunderschöne Hochebene (Lomo de Tablada) (3-Topp). Wir steigen auf die Hochebene hinab und steuern auf die Ruinen zweier verfallener Häuser zu. Gleich dahinter ist ein Dreschplatz  der uns sagt, dass früher hier Getreide angebaut wurde. Wer noch zur Finca de Guergues absteigen möchte, folgt dem Pfad der links am Dreschplatz hinabführt. Nach 15 Minuten erreichen wir das erste Haus der Finca Guergues. Wir haben schöne Blicke auf die Südküste mit Los Gigantes.
Auf gleichem Weg gelangen wir wieder zu unserem Ausgangspunkt dem Mirador de Masca an der Strasse TF436 zurück.

 

Anforderung: 3,0 Stunden (mittel) Aufwärts 270m Abwärts 270m Länge 6,4km

Anfahrt mit Mietwagen:

Von Nord: Von Puerto de la Cruz die TF5 bis Icod de los Vinos, In Icod de los Vinos die TF82 bis Santiago del Teide, hier die TF 436 bis zum Mirador (Aussichtspunkt) de Masca. Achtung: Wenn man in Masca ist, ist man zu weit!!!!!!
Von Süd: Von Adeje die TF 82 bis Santjago del Teide. Hier die TF 436 bis zum Mirador (Aussichtspunkt) de Masca. Achtung: Wenn man in Masca ist, ist man zu weit!!!!!!

Anfahrt Linienbus:

Von Nord: Mit Titsa Bus 325 um 8.25 Uhr (nur werktags) oder 10.30 Uhr bis Santiago del Teide. Weiter mit Nr. 355 in Richtung Masca um 10.35 Uhr  oder 13.10 Uhr bis bis zum Mirador (Aussichtspunkt) de Masca
Von Süd Costa Adeje: Mit Titsa Bus 460 um 09.35 Uhr bis Santiago del Teide. Weiter mit Nr. 355 in Richtung Masca um 10.35 Uhr bis bis zum Mirador (Aussichtspunkt) de Masca

PDF zum ausdrucken – Finca Guerges

GPS-Route mit Höhen- und Geschwindigkeitsprofil:

Gesamtstrecke: 5972 m
Maximale Höhe: 1019 m
Minimale Höhe: 862 m
Gesamtanstieg: 607 m
Gesamtabstieg: -554 m
Total time: 02:43:34

La Orotava Stadtrundgang

P1100945Der Besuch der Stadt La Orotava ist auch ein Besuch in der Vergangenheit. Die Stadt La Orotava im gleichnamigen La Orotava – Tal lockt seine Gäste mit Geschichte und Flair. Im historischen Stadtkern findet der Besucher Herrenhäuser aus dem 17 und 18 Jahrhundert mit wunderschönen Holzbalkonen und Ornamenten, winzigen kanarische Hütten, schmalen Gassen mit buckeligem Kopfsteinpflaster und dem süßen Duft aus den Gofiomühlen. Die Altstadt von La Orotava ist denkmalgeschützt und verzaubert mit einem Hauch von erlebbarer Geschichte.

Vom zentralen Busbahnhof La Orotava gehen wir über die zweispurige Hauptstraße Avenida Obispo Benitez de Lugo und halten und nach links in die schmale Gasse Calle El Tejar. Wir treffen auf die breitere Calle Calvario, folgen ihr nach links und gelangen nach einigen Gehminuten an den Plaza de Constitución.
An der Plaza de Constitución beginnen wir unseren Stadtrundgang . Der Plaza de Constitución, eine kleine, grüne Ruhezone direkt an der Iglesia de San Augustin, einem ehemaligen Kloster lädt zum verweilen ein. Hier treffen sich Einheimische zu einem Plausch oder auf einen Kaffee.
Unterhalb der Plaza, von der Carrera Escullo Estévez bietet sich uns ein sehr schöner Blick über das nördliche Stadtviertel bis nach Puerto de la Cruz.

Weiter in Richtung Altstadt auf der Carrera Escullo Estévez stehen wir bald vor dem Ayuntamiento, dem Rathaus mit seiner großen Freitreppe und einem schönen Rathausvorplatz. Dieser Platz ist das Herz aller Festveranstaltungen. Zu Fronleichnam wird in tagelanger Feinarbeit ein riesiges, einmaliges Gemälde aus feinem Lavasand gebildet, meist mit einem kirchlichen Motiv. Benachbarte Straßenzüge werden mit Blütenornamenten und Blütenbildern verziert und bieten so die Grundlage für die feierliche Prozession der kirchlichen Gemeinde. Auch zu den anderen Festen wie Karneval und Weihnachten verwandelt sich der Rathausplatz in das bunte, fröhliche Zentrum von La Orotava. Nehmen Sie sich die Zeit und schauen Sie in das Rathaus hinein. Sie fühlen sich in vergangene Zeiten zurückversetzt.
Auf der Calle Léon, links am Rathaus vorbei, gelangen wir durch ein altes Metalltor in den Hijuela del Botanico, einen kleinen Ableger des botanischen Gartens von Puerto de la Cruz. Verschiedene subtropische und tropische Gewächse wachsen üppig in schön angelegten Rabatten, Bänke laden zum verweilen ein.
Wieder aus dem Tor des botanischen Gärtchens hinaus, halten wir uns nach rechts. Die kanarischen Wohnhäuser mit den stillen, grünen Innenhöfen und dunkelbraunen Holzbalkonen laden zum entdecken und bummeln ein, aber auch die kleinen Häuser in traditioneller, kanarischer Hausbauweise mit schwarzen Lavasteinen in der Hausfront. Wir spazieren die Calle Léon Hochwerts, biegen etwa weiter nach rechts in das Gässchen Cantillo. Die übernächste Strasse ist die Calle San Juan, der wir ein paar Meter nach links folgen, um dann in die Calle Nueva ein zu biegen. Wir treffen auf die Calle Doctor Domingo González Garcia und folgen dieser Straße nach rechts, bummeln links die Calle Salazar entlang.
In der Calle Claudio (Montag geschlossen) begegnet man in der Bodega „Los Compadres“ der herzlichen spanischen Gastfreundschaft. Auch wenn diese Bodega von außen sehr unscheinbar aussieht – es ist ein echter Geheimtipp. Wo erlebt man es heute noch, das Speisen über offenem Holzfeuer im Gastraum zubereitet werden? Die einfachen Holztische biegen sich unter den leckeren kanarischen Köstlichkeiten, frisch vom Grill und aus den Töpfen von Oma Juana. Und der köstliche Wein aus dem Orotavatal……..Ein Erlebnis besonderer Art.

Zurück auf der Calle Salazar, biegen wir nach links in die Calle San Francisco ein. Gegenüber der Plaza San Francisco ist das Eingangstor zum Hospital de la Santisima Trinidad. Die Terrasse des ehemaligen Franzikanerinnenkloster bietet einen wunderbaren Panoramablick über das Orotava-Tal. Das Hospital ist heute ein Heim für behinderte Menschen, der Innenhof kann besichtigt werden.

Die Calle San Francisco weiter bergab gelangen wir an die Casa de los Balcones (rechts) und die Casa de la Alfombras (links).
Casa de los Balcones, ein Herrenhaus aus dem Jahre 1632 bezaubert durch den inseltypischen Baustil mit kunstvoll geschnitzten Holzbalkonen, im Inneren erwartet uns ein typisch kanarischer Patio mit Palmen und vielen Grünpflanzen. Die Casa de los Balcones ist heute ein Ausbildungszentrum für kanarische Handwerkskunst, Frauen zeigen dem Besucher die traditionelle Hohlsaumstickerei. Verkauft werden hier landestypische Kunsthandwerkprodukte, wie Keramik- und Tonwaren, kanarische Trachten, Tischdecken mit kanarischer Hohlsaumstickerei, sowie Liköre, Wein und Honig.

Im zweiten Stock (gegen ein kleines Entgeld) kann man die herrschaftliche Wohnung besichtigen.

Gegenüber der Casa de los Balcones steht das 1592 erbaute Renaissancehaus, das heute als Casa de la Alfombra bekannt ist. Auch hier werden Souvenirs und Kunstgewerbegegenstände verkauft.
Geht man durch das Geschäft hindurch, gelangt man auf die Plaza de Alfombra. Hier betätigt sich ein Künstler mit dem fertigen eines Lavateppichs, wie er zu Fronleichnam in größerer Form auf dem Rathausplatz zu bewundern ist.

Wir spazieren bergab, halten uns rechts auf der Carrera Escultor Estévez und kommen hier wieder zum Rathaus. Nach links biegt die Gasse Tomás Pérez ab und wir gelangen zur erhabenen Kirche Nuestra Señora de la Concepcion am Plaza Casañas. Erbaut am Ende des 18. Jahrhunderts ist die dreischiffige Hallenkirche seit 1948 Nationaldenkmal.

Über der Palmen umsäumten Plaza Casañas geht es weiter bergab über altes Kopfsteinpflaster der Calle Cologan und nach rechts in die Calle Viera, an kleinen windschiefen Häuschen entlang.
Wir treffen auf die Calle Tomás Zerolo, folgen ihr nach rechts auf die Carrera Escultor Estévez.
Wieder nach rechts, kommen wir auf die Calle Calvario und können hier zurück zum Busbahnhof spazieren.

Anforderung: 1,0 Stunden (leicht)     Aufwärts 104m    Abwärts 104m    Länge 2,4 km

Anfahrt mit Mietwagen:

Von Nord: Von Puerto de la Cruz in nördliche Richtung auf die Autobahn TF5.Abfahrt Nr. 19 auf die TF21 in Richtung Teide. Nach 500m kommt der Ort La Orotava. Hier Parkplatz suchen (schwierig!!)
Von Süd:  Von Playa de las Americas auf die Autobahn TF1 in Richtung Santa Cruz. Vor Santa Cruz (nach ca. 30-40 Minuten) auf die Autobahn TF2 in Richtung La Laguna (für ca. 10 Minuten). In La Laguna auf die Autobahn TF5 bis Abfahhrt 19 in Richtung La Orotava / Teide (für ca. 30 Minuten). Nach 500m kommt der Ort La Orotava. Hier Parkplatz suchen (schwierig!!)

Anfahrt Linienbus:

Von Nord: Mit Titsa Bus 101, 345 oder 352 bis Busbahnhof La Orotava (10 Minuten). Die Busse fahren aller 20-30 Minuten.
Von Süd Costa Adeje: Mit Titsa Bus 343 (09.10, 10.00 (nur von Los Christianos), 11.40, 12.15 Uhr (nur von Los Christianos) bis Puerto de la Cruz. Fahrzeit 100 Minuten. Von Puerto de la Cruz mit Titsa Bus 101, 345 oder 352 bis Busbahnhof La Orotava (10 Minuten). Die Busse fahren aller 20-30 Minuten. Rückfahrt von Puerto de la Cruz mit Bus 343: 14.30 (nur bis Los Christianos), 15.25, 17.00 (nur bis Los Christianos), 18.00 Uhr

GPS-Route mit Höhen- und Geschwindigkeitsprofil:

Gesamtstrecke: 3713 m
Maximale Höhe: 479 m
Minimale Höhe: 359 m
Gesamtanstieg: 121 m
Gesamtabstieg: -219 m
Total time: 01:11:05

PDF zum ausdrucken – La Orotava

Nationalpark Teneriffa – Risco de Fortaleza

Diese Tour führt uns in den Nationalpark del Teide. Auf 2050m wandern wir auf leichten Wegen durch die Canadas del Teide und die Canadas de los Guancheros zum Risco de Fortaleza (dt. Festung).

Wir beginnen mit der Wanderung am Besucherzentrum Centro de Visitantes in El Portillo.
Das dortige Museum, mit Informationen rund um Teneriffas Vulkanismus, und den kleinen botanischen Garten sollte man auf jeden Fall besuchen. Der Eintritt ist kostenfrei.
Vor dem Centro de Visitantes  beginnt links unser Wanderweg. Ein steinumrandeter Weg führt uns nach wenigen Minuten direkt auf einen kleinen Metallzaun zu, den wir durch ein kleines Türchen durchschreiten.
Der Weg führt uns weiter hinein in diese eindrucksvolle Vulkanlandschaft des Teide Nationalparks und wir können die Aussicht auf den Teide genießen. Nach 15Minuten kommen wir an eine Weggabelung und halten uns rechts. Pflanzengemeinschaften des Behaarten Federnkopfes und des Teide–Gingsters haben sich in diesem Hochgebirgsklima gebildet und können in dieser Höhenlage überleben.
Wenig später kommen wir an eine Wegkreuzung und halten uns auf dem rechten Weg, der ab hier mit Sendero 1 (Wegnummer) gekennzeichnet ist.
An der nächsten Wegkreuzung gerade aus und bleiben weiterhin auf der Wegnummer 1.
Wenig später gelangen wir auf die steinige Ebene Canada de los Guancheros. Hier gibt es keine eindeutige Pfadmarkierung, jedoch ist der Pfad gut zu erkennen und hält direkt auf die Fortaleza zu.
Kurz vor der Fortaleza gibt es eine Weggabelung. Der rechte Weg führt uns zu einem Aussichtspunkt auf die Nordwestküste. Dazu wandern wir durch eine einsame Ebene, genießen wieder Blicke auf den Teide und die steil aufsteigende Felsenfestung  Fortaleza.
Nach einigen Minuten erreichen wir die Bruchkante der Ebene. Die grüne Nordwestküste mit vielen kanarischen Kiefern liegt zu unseren Füßen.
Von hier gibt es einen sehr steilen und gerölligen Aufstieg auf die Fortaleza. Der Aufstieg sollte nur von erfahrenden Bergwanderern in Angriff genommen werden.
Wir kehren daher an der Bruchkante um und wandern den gleichen Weg, den wir gekommen sind, durch die Ebene zurück bis zu unserer Wegkreuzung (20Minuten).
Auf unserer linken Seite führt nun ein Pfad zum Bergrücken der Fortaleza hinauf. Das kleine Kirchlein Cruz de Fregel, die im Schatten zweier kanarischen Kiefern steht, bietet uns einen schönen, schattigen Pausenplatz mit Teideblick.
Einen weiteren schönen Abstecher kann man von Cruz de Fregel  unternehmen. Von der Kirche ab, können wir nach links auf einem breiten Forstweg noch ein Stück auf dem Rücken der Fortaleza wandern und dabei den weiten Blick auf die Nordküste und den kanarischen Kiefernwald genießen. Hier sieht man noch die Auswirkungen des Waldbrandes 2007. Weiter auf dem Forstweg und an einem kleinen Heiligenschrein vorbei, endet nach wenigen Minuten der breite Weg.
Wir kehren um zur Kirche und nehmen von hier den gleichen Rückweg zurück zum Infocenter.

Zeiten: 1.15 Uhr bis zu Ebene
20minuten eine Tour ab Ebene zur Bruchkante
10minuten Aufstieg ab Ebene auf Höhe Fortaleza / Kirche

Anforderung: 3,5 Stunden (leicht)     Aufwärts 275m    Abwärts 275m    Länge 10 km

Anfahrt mit Mietwagen:

Von Nord: Von Puerto de la Cruz auf der TF 21 bis El Portillo – Besucherzentrum Centro de Visitantes.
Von Süd:  Von Playa de las Americas die TF 28, weiter die TF 51 bis Vilaflor und von dort die TF 21 bis El Portillo – Besucherzentrum Centro de Visitantes

Anfahrt Linienbus:

Von Nord: Mit Titsa Bus 348 9.15 Uhr ab Puerto de la Cruz, zurück mit Bus 348 ca. 16.30 Uhr ab  El Portillo – Besucherzentrum Centro de Visitantes
Von Süd: Mit Titsa Bus 342 9.15 Uhr ab Playa de las Americas, zurück mit Bus 342 ca. 15.30 Uhr ab  El Portillo – Besucherzentrum Centro de Visitantes

GPS-Route mit Höhen- und Geschwindigkeitsprofil:

Gesamtstrecke: 10082 m
Maximale Höhe: 2153 m
Minimale Höhe: 1908 m
Gesamtanstieg: 1142 m
Gesamtabstieg: -927 m
Total time: 03:48:33

PDF zum ausdrucken – Fortaleza

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zum Aussichtspunkt Cabezo del Tejo

Die Wanderung verläuft ohne größere Anstrengungen über einen Höhenweg durch den Nebelurwald des Anaga – Gebirges. So stellen wir uns die Wälder der Hexen und Feen im Märchen vor. Mystisch und Verwunschen. Heute werden wir ein weiteres Gesicht der Insel Teneriffa kennen lernen.

Auf der Anagahöhenstrasse, 800m hinter dem Kilometerstein „4km“ ist auf der linken Seite der unbefestigter Parkplatz „La Ensillada“. Dies ist auch der Startpunkt für unsere Wanderung. Wir gehen auf den vom Parkplatz in östlicher Richtung parallel zur Straße den leicht nach oben führenden Weg. Kurze Zeit später wird der Weg zu einem schmalen Pfad. Wir gehen wie durch einen Tunnel von  Moos behangener alter Baumheide und Lorbeerbäumen. Neben dem verwunschenen Pfad wächst großer Farn und Kanaren-Storchschnabel. Durch die täglich hier anstehenden Passatwolken ist es hier sehr grün, jedoch der Weg auch etwas feucht. Wanderstöcke sind empfehlenswert. Die von unserem gemütlichen Weg rechts und links abgehenden Wege lassen wir unbeachtet. Nach einer ½ Stunde steht an der linken Wegseite ein Vermessungestein.  Von hier haben wir einen phantastischen Blick auf den mächtigen Felsen „Roque de Anambro“ und auf das an der Küste befindliche Dorf  Benijo.  10 Minuten später taucht ganz plötzlich direkt vor uns noch einmal der heilige Felsen der Guanchen (Ureinwohner Teneriffas) „Roque de Anambro“ auf. Nach weiteren 10 Minuten trifft unser Pfad auf einen breiteren Weg, wo wir links gehen und 20m weiter sind wir an  der Aussichtsplattform „Cabezo del Tejo“. Hier genießen wir bei einer Pause die Ausblicke auf die Nordküste.
Nach der Pause wandern wir den bereits erwähnten breiten Weg in östliche Richtung bergan weiter. Wir kommen an einem Gebäude mit einem darauf befindlichen Sendemast vorbei. Nach dem wir 40 Minuten auf dem breiten Weg gewandert sind, passieren wir eine Stahlschranke erreichen die Anagahöhenstrasse TF123. Wir gehen auf der Strasse 5m nach rechts und sehen schon unseren Wanderpfad, der nach rechts wieder in den Nebelurwald geht. Der Pfad steigt jetzt über in Stein gehauene Stufen bis zur Kammhöhe aufwärts. Wir kommen wieder auf den Kammweg, wo wir links weiter leicht bergan gehen. Diesen Weg kennen wir aus umgekehrter Richtung schon. 10 Minuten später sind wir wieder an unserem Ausgangspunkt (2¼ Stunden Gesamtgehzeit).

Anforderung:       2 ¼Stunden (leicht)     Aufwärts 506m    Abwärts 506m    Länge 6,6 km

Anfahrt nur mit dem Auto möglich:
Auf der TF11 bis San Andres, weiter auf der TF12 bis zur Anagahöhenstraße TF123, auf der TF23 in Richtung Chamorga

GPS-Route mit Höhen- und Geschwindigkeitsprofil:

Gesamtstrecke: 6571 m
Maximale Höhe: 895 m
Minimale Höhe: 756 m
Gesamtanstieg: 323 m
Gesamtabstieg: -334 m
Total time: 01:45:57


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Das Naturschutzgebiet Malpais de Güimar

Am Hafen von Puertito de Güimar
Am Hafen von Puertito de Güimar

Wenn das Wetter in den Bergen des Nordens Teneriffas einmal nicht so schön ist, kann man diese Wanderung sehr gut machen. Besonders für Sonnenanbeter ist die Tour durch das einmalige Naturschutzgebiet „Malpais de Güimar“ ein Genuss. Es ist beeindruckend, wie sich in der trockenen Sukkulentenzone trotzdem sehr schöne Pflanzen entwickeln.

Unsere Wanderung beginnt auf dem von Bars umgebenen zentralen Platz von Puertito de Güimar. Der zentrale Platz befindet sich direkt am Hafen. Wir gehen auf dem Platz in östliche Richtung und halten uns auf der Küstenpromenade (Strasse „Calle de Juan P. Rodrigez Cruz“). Nach 100m  kommen wir auf eine Asphaltstrasse, die wir für 20m links und danach gleich wieder 20m nach rechts gehen. Nach schon wieder 20m müssen wir  links (Straße „Calle Marques de Santa Cruz“) und danach wieder rechts gehen. Dahinter biegt die Strasse links ab, aber wir gehen auf einen unbefestigten Weg geradeaus. Vor uns sehen wir direkt am Atlantik kleine Fischerhäuser. Nach 100m ist an der linken Wegseite eine Informationstafel zum Naturschutzgebiet „Malpais de Güimar“. Das Naturschutzgebiet bedeckt schwarze Lava, die der links von uns stehende Aschevulkan „Montańa Grande“ vor 10 000 Jahren ausgeworfen hat. Hier leben ca. 150 verschiedene Pflanzen, 100 Käfer- und 60 Schmetterlingsarten. Wir gehen hier den breiten Weg geradeaus, immer parallel zur Küste entlang. Da wir auf porösem, kantigem Lavagestein gehen, sind feste Schuhe empfehlenswert.
Nach einer ¾ Stunde  führt unser Weg auf die etwas höher gelegenen Klippen hinauf. Kurze Zeit später sind wir an einem Aussichtspunkt. Von hier aus haben wir einen noch schöneren Blick auf die Küste und das im Hintergrund befindliche Anagagebirge. Nach 5 Minuten hinter dem Aussichtspunkt kommen wir an eine Weggablung, wo wir den linken Weg landeinwärts nehmen. Zur Markierung steht ein Holzpfahl Richtung „Montańa Grande“. Vor uns liegt jetzt der 278m hohe Vulkankegel des „Montańa Grande“. Nach 1¼ Stunde Gesamtgehzeit passieren wir eine Stahlschranke und 10m weiter an einer Weggablung gehen wir links in Richtung „Montańa Grande“. Am Fuße des Vulkans ist wieder eine Weggablung, wo wir den linken Weg in Richtung „El  Puertito“ nehmen. Von hier aus könnte man den Vulkan auch umrunden (50 Minuten), jedoch verläuft auf der andere Vulkanseite die Autobahn. Dadurch ist der Umweg weniger empfehlenswert. Im weiteren Verlauf kommen wir wieder an einen Aussichtspunkt, der zu einer Trinkpause einlädt. 5 Minuten später gabelt sich der Weg wieder und wir gehen hier nach links bergab in Richtung Küste. Kurze Zeit  später ist wieder eine Gablung des Weges, wo wir uns wieder links halten. Rechts von unserem Weg stehen die Reste der Mauern von früheren Bananenplantagen. Im letzten Teil der Tour wandern wir durch die imposanten Säulen kaktussähnlichen  kanarischer Wolfsmilch (Kandelavawolfsmilch). Nach fast 2 Stunden passieren wir die ersten Häuser von Puertito de Güimar und sind wenig später wieder am Hafenbecken.

Anfahrt mit Mietwagen:

Von Nord: Autobahn TF5, in LaLaguna weiter in Richtung Aerport Sur auf die TF1, Ausfahrt Puertito de Güimar
Von Süd:  Autobahn TF1 richtung Santa Cruz, Ausfahrt Puertito de Güimar

Anfahrt Linienbus:

Von Nord: Mit Titsa Bus 103 9.30 Uhr ab Puerto de la Cruz nach Santa Cruz, in Santa Cruz 10.45 Uhr mit Bus 120 nach      Puertito de Güimar     Rückfahrt: 15.15 oder 16.15 Uhr nach Santa Cruz, weiter halbstündlich mit Bus 103 nach Puerto de la Cruz

Süd: Mit Titsa Bus 111 bis Autobahnausfahrt Puertito de Güimar, bis zum Ort 10 Minuten zu Fuß, Rückfahrt genauso. Busse fahren aller 30 Minuten

Gesamtstrecke: 7096 m
Maximale Höhe: 138 m
Minimale Höhe: 19 m
Gesamtanstieg: 226 m
Gesamtabstieg: -243 m
Total time: 01:44:00

 

Durch den Lorbeerwald bei Los Silos

Wanderer aus dem Süden können die Tour auch von Erjos machen (Erjos – Los Silos – Erjos)

Die Wanderung beginnt an der Kirche von Los Silos. Wir gehen von der Kirche in südliche Richtung und kreuzen die Ortsdurchgangsstraße TF42. Gleich auf der anderen Straßenseite steht ein Wegweiser „Las Moradas“. Wir richten uns danach und gehen zwischen typisch kanarischen Häusern gerade aus.
150m weiter steht wieder ein Wegweiser „Las Moradas “ und unser Weg TF 42 biegt nach rechts ab. Wir wandern nun immer parallel der rechts des Weges verlaufenden Trinkwasserleitungen. Unser mit Basaltsteinen gepflasterter Weg steigt nun immer bergan. Die Hänge des Barrancos sind übersät mit honiggelber Wolfsmilch. Rückblickend haben wir schöne Aussichten auf Los Silos und den Atlantik. Nach 40 Minuten Gehzeit erreichen wir die dem Zerfall ausgesetzte Häusersiedlung Las Moradas . Nach weiteren 15 Minuten kommen wir an einem weiteren verfallen Haus vorbei. Nach einer Stunde Gehzeit kommen wir durch eine Buschzone, wo unser Weg durch schöne Baumheidebestände etwas schattiger wird. Als Wegmarkierung sehen wir immer wieder die alten Ikona Schilder. Auf den Schildern ist ein lustiger Wanderer zu sehen.
Kurze Zeit später ist für  200m der Wegverlauf etwas unübersichtlicher.  Unser ansteigender Pfad kommt auf einen breiteren Forstweg, wo wir uns links in Richtung Erjos oder Monte del Aqua auf dem Weg halten (nach 1 ¾ Stunden). Unser breiterer Forstweg verläuft ohne größere Höhenunterschiede. Wir haben wunderschöne Ausblicke auf die mit Baumheide und Lorbeer begründen Hänge des Tenogebirges. Nach weiteren 5 Minuten kommen wir an eine Weggablung, wo wir rechts in Richtung  Erjos /  Monte del Aqua auf Weg TF 54 gehen. Aus dem breiten Weg wird gleich darauf wieder ein schmaler Pfad. Nach weiteren 20 Minuten kommt unser ansteigender Pfad wieder auf einen Forstweg, wo wir uns links Richtung Erjos halten. Der Weg rechts führt in das kleine Bergdorf La Portelas. Hier können wir nach dem etwas kräftezehrenden Aufstieg eine Trinkpause einlegen, da wir ab jetzt gemütlich durch einen wunderschönen Lorbeerwald wandern. Dieser Wanderweg trägt auch den Namen „Lorbeerweg“. Nach 2 ¾ Stunden Gesamtgehzeit lichtet sich der Lorbeerwald und schon sehen wir die ersten Häuser von Erjos. Links am Weg steht gleich darauf ein Sendemast, wo wir gerade auf einen Pfad gehen.
Wir kommen vorbei an herrlich gelb blühenden europäischen Stechginster. Kurz vor Erjos halten wir uns an einer Weggablung links in Richtung „Plaza de Erjos“. Nach fast 3 Stunden gehen wir zwischen kleinen kanarischen Häusern und bellenden Hunden bis zum Kirchplatz von Erjos.

Der Wegweiser am Kirchplatz zeigt uns den Abstieg vom 1000m hoch gelegenen Bergdorf Erjos. Wir richten uns in Richtung „Cuevas Negras“ (die schwarzen Höhlen) auf dem Weg TF 53. Wir gehen die Strasse für 100m wieder zurück, wie wir gekommen sind. Nach 100m biegen wir auf der Dorfstrasse rechts ab. Nach weiteren 150m endet die Strasse und wir gehen etwas links auf unseren Wanderpfad. Wir kommen an den letzten idyllisch gelegenen Häusern von Erjos vorbei. Unseren Weg säumen nun Aloe und einige ausgewilderte schön blühende Pflanzen wie Geranien oder weiß blühender Jasmin. Gleich darauf kommen wir in eine Buschzone, wo der Weg etwas schattiger wird. Links am Weg verläuft eine Wasserleitung und ein ausgedienter Wasserkanal.
Wir sind von den moosbedeckten Steinen mit dem darauf wachsenden Davallia Farn am Wegrand begeistert. Nach 25 Minuten Gehzeit von Erjos befindet sich am Weg ein kleines Steinhaus, von Aussteigern. Wer zwischen November und April die Wanderung unternimmt, kann hier die orange bis rot blühende kanarische Glockenblume beobachten. An weiteren einsam stehenden, teils verfallenen Steinhäusern kommen wir vorbei. Abzweige rechts oder links des Weges beachten wir nicht und gehen immer geradeaus. Bald sehen wir die Nordküste Teneriffas und haben beeindruckende Ausblicke in die unter uns befindliche Schlucht. Rechts befinden sich grandiose Gesteinsformationen. Nach 1 ½   Stunden von Erjos erreichen wir die ersten Häuser von Los Silos. Auf einer kleinen Asphaltstrasse gehen wir zwischen Steinmauern, blühenden Gärten und kanarischen Häusern dem Ortskern von Los Silos entgegen. Bald darauf verlassen wir die Asphaltstrasse und unser Weg biegt über eine kleine Holzbrücke links ab. 50m weiter gehen wir wieder über eine kleine Holzbrücke und biegen dahinter rechts ab.

Nach etwas über 5 Stunden Wanderung erreichen wir die Kirche von Los Silos.

Anforderung: 5 1/4 Stunden (schwer)     Aufwärts 1289m    Abwärts 1289m    Länge 16,3 km

Anfahrt mit dem Auto:
Vom Süden:Von Las Americas auf der TF 82 über Guia de Isora, Santiago del Teide bis Erjos
Vom Norden: Von Puerto de la Cruz auf TF5 über Icod de los Vinos bis Los Silos.

Anfahrt mit dem Linienbus:
Vom Süden: Von Playa las Americas mit Bus Nr. 460  9.35 Uhr, Rückfahrt von Erjos ca. 16.25 oder 18.35 Uhr
Vom Norden: von Puerto de la Cruz mit Bus 363 bis Los Silos (immer zur vollen Stunde), Rückfahrt immer zur halben Stunde

GPS-Route mit Höhen- und Geschwindigkeitsprofil:

Gesamtstrecke: 16797 m
Maximale Höhe: 1027 m
Minimale Höhe: 122 m
Gesamtanstieg: 1106 m
Gesamtabstieg: -1102 m
Total time: 04:47:24

PDF zum ausdrucken – Durch den Lorbeerwald von Los Silos

 

 

 

Auf Pfaden der Guanchen von Punta del Hidalgo auf Teneriffa

Eine Wanderung durch drei Vegetationsstufen im Anagagebirge. Durch Sukkulentenbusch, Thermophyle Buschwälder und Lorbeerwälder verläuft unsere heutige Wanderung. Die Pfade benutzten schon die Guanchen (Ureinwohner) um zum fischen an das Meer zu gelangen.
Die Anstrengungen des Aufstieges werden mit grandiosen Ausblicken belohnt.

Wanderbeschreibung von Punta del Hidalgo nach Cruz del Carmen

Der Startpunkt unserer heutigen Wanderung ist der Kreisverkehr am Ende der Strasse TF13 (Endhaltestelle der Buslinie 105) in Punta del Hidalgo. Wir gehen die Asphaltstrasse vom Kreisverkehr ca. 50m in Richtung Meer und biegen am Wegweiser Cruz del Carmen / Chinamada nach rechts ab. Vor uns sehen wir den Barranco del Rio, wo wir linker Hand nach dem kleinen Bergdorf Chinamada aufsteigen. Nach 5 Minuten liegt auf der linken Seite unseres Weges eine allein stehende Finca. 10 Minuten nach Start der Wanderung gehen wir an einem alten verfallenen Fabrikgebäude vorbei. An einer Weggablung halten wir uns links und gehen an der linken Seite des Barrancos eine Natursteintreppe (Richtung Chinamada) nach oben. Riesige Agaven säumen unseren Weg. Bis Chinamada können wir den Weg nicht verfehlen (gelb / weiße Markierung) und die einzigartige Landschaft genießen. Nach einer Stunde Gehzeit können wir an einem Aussichtspunkt die Brandung des Atlantiks beobachten.
Nach dem Kräftezehrenden Anstieg erreichen wir nach 2 Stunden Chinamada. Der Kirchplatz lädt zu einer Pause ein. In Chinamada befindet sich auch eine kleine Bar, wo die Getränkeflasche aufgefüllt werden kann. Nach einer Stärkung gehen wir die Asphaltstrasse vom Kirchplatz aufwärts. Links von der Strasse sehen wir einen schönen Drachenbaum. Nach ca. 200m auf der Strasse gehen wir am Hinweisschild in Richtung Cruz del Carmen nach rechts auf einen Pfad. Wenn wir uns im Verlauf des Weges noch einmal umschauen, haben wir einen schönen Blick auf Chinamada und die Nordküste. Unser Weg geht an einem einzelnen Gehöft mit Schafen, Ziegen und herumlaufenden Hühnern vorbei (2,5 Stunden). Einen Abzweig nach links (Richtung Las Carboneras) beachten wir nicht und gehen geradeaus auf dem Weg TF10 weiter. Unser Weg kreuzt nun eine Strasse und wir folgen der weiß/gelben Markierung (3 Stunden). Wir gehen ca. 30m am Zaun einer eingezäunten Wassergallerie entlang und halten uns rechts. 200m hinter dem Zaun der Wassergallerie kommen wir an eine Weggabelung, wo neben dem Wanderweg ein Telefonmast steht. Wir gehen an der Gabelung rechts (gelb/weiße Markierung). Wir passieren 2 Wohnhäuser und kommen wieder auf die Asphaltstrasse, die wir 200m leicht bergan gehen. An einem Hochspannungsmast  geht unser Wanderweg von der Strasse nach recht herunter in den Wald. Wenig später passieren wir eine Betonmauer mit einem dahinter liegendem rotem Wohnhaus (linke Wegseite). Kurz hinter der Mauer ist eine Weggabelung, wo wir uns leicht rechts halten. 5 Minuten später kreuzen wir einen unbefestigten Forstweg. Wir wandern bergauf durch einen der schönsten Lorbeerwälder Teneriffas. Nach 3 Stunden und 45 Minuten erreichen wir Cruz del Carmen.

Anforderung: 5 Stunden (schwer)     Aufwärts 1025m    Abwärts 132m    Länge 10,2 km

Anfahrt mit dem Auto:
Vom Süden: Über die Autobahn TF1Abfahrt Richtung Santa Cruz, weiter auf TF 5 Richtung La Laguna, vor La Laguna auf TF 13 bis Punta de Hidalgo
Vom Norden: Über die Autobahn TF5 Richtung La Laguna, hinter La Laguna auf TF 13 bis Punta de Hidalgo

Anfahrt mit dem Linienbus:
Vom Süden: Mit Bus Nr.110 von Los Christianos / Playa de las Americas bis Santa Cruz, weiter mit Bus 105 bis Punta del Hidalgo – Endhaltestelle
Vom Norden: Mit BusNr.102 bis Busbahnhof La Laguna. Weiter mit BuNr.105 bis Punta del Hidalgo

GPS-Route mit Höhen- und Geschwindigkeitsprofil:

Gesamtstrecke: 10962 m
Maximale Höhe: 948 m
Minimale Höhe: -2 m
Gesamtanstieg: 1264 m
Gesamtabstieg: -314 m
Total time: 05:36:37

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Die Roques de Garcia im Nationalpark Teneriffa

Eine sehr schöne Wanderung mit viel Sonnengarantie im Nationalpark del Teide.

Anfahrt mit Mietwagen:

Von Nord: Von Puerto de la Cruz auf der TF 21 bis zum Hotel Parador im Nationalpark.
Von Süd:  Von Playa de las Americas die TF 28, weiter die TF 51 bis Vilaflor und von dort die TF 21 bis zum Hotel Parador im Nationalpark

Anfahrt Linienbus:

Von Nord: Mit Titsa Bus 348 9.15 Uhr ab Puerto de la Cruz, zurück mit Bus 348 16.00 Uhr ab Hotel Parador
Von Süd: Mit Titsa Bus 342 9.15 Uhr ab Playa de las Americas, zurück mit Bus 342 16.00 Uhr ab Hotel Parador

Wir starten am „Mirador de la Ruleta“ , einer viel besuchten Aussichtsplattform.
Unser breiter Weg führt rechts zu Füßen der Roques de Garcia in die einzigartige Vulkanlandschaft hinein. Der berühmteste Felsen in der Felsenformation der Roques de Garcia ist der „Roque Chinchado“, bekannt als „Finger Gottes“, ein einzelner, steil aufragender Vulkanfelsen. Im oberen Teil besteht der „Finger Gottes“ aus z.T. hartem Basalt und im unteren Teil aus weichem, porösem Vulkangestein. Der untere Teil wird durch Erosion immer weiter ausgewaschen. Deswegen die bizarre Form.
An der Weggabelung halten wir uns auf  den  rechten, steinumsäumten Pfad und wandern    an steinernen Überresten uralter Vulkanaktivitäten entlang. Der Blick auf den Teide und die verschiedenfarbige Lavamassen machen die Einzigartigkeit dieser Landschaft aus.

Nach weniger Zeit haben wir die letzten Felsen der Felsformation der Roques de Garcia umrundet und haben einen tollen Ausblick auf erstarrte Vulkanfelsen und die Hochebene der Llano de Ucanca. Auf einem schmalen, teils gerölligem Weg steigen wir hinab in die Ebene der Llano de Ucanca.

In dem weiten, ebenen Gelände der Llano de Ucanca  ragt eine gewaltige Vulkanerhebung auf. Dieser beeindruckende Felsenberg nennt sich wegen der Ähnlichkeit zu einer Kirche auch „El Catedral“.
Unmittelbar vor dem mächtigen Felsen, bei einer Wegkreuzung  halten wir uns auf dem linken Weg.
Nach wenigen Metern steigt unser Pfad an und wir erklimmen in kurzen Kehren die Höhe. An einer Weggabelung halten wir uns weiter bergauf links, der rechte Weg bietet einen kleinen Abstecher zur Catedral. Nach weiteren Höhenmetern erreichen wir nach 1¾ Stunden unseren Startpunkt, den „Mirador de la Ruleta“.
Auf der anderen Straßenseite der TF21 können wir in einem Restaurant neben dem Parador – Hotel in traumhafter Umgebung noch etwas Essen oder Trinken.

Gesamtstrecke: 4256 m
Maximale Höhe: 2186 m
Minimale Höhe: 2028 m
Gesamtanstieg: 849 m
Gesamtabstieg: -863 m
Total time: 01:27:40

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