Der kanarische Safran

In Souvenirläden, auf Märkten bekommt man auf Teneriffa, abgepackt in kleine Tütchen, Safran zu kaufen.
Ein Tütchen kostet wenig, nur 2 Euro. Da stellt sich die Frage, das kann wohl kein echter Safran sein?

Die Färberdistel = kanarischer Safran (Carthamus tinctorius) gehört zu der  Familie der Korbblütler (Asteraceae) und die körbchenförmigen Blütenstände bestehen aus orangefarbene Röhrenblüten, die als Falscher Safran oder Kanarischer Safran  verkauft werden. Die Blüten der Färberdistel lassen sich leicht vom echten Safran unterscheiden. Das recht teure Gewürz Safran  kommt  von der Krokus-Art (Crocus sativus) und besteht aus den  Stempeln der Blüten, die fadenförmig sind und länger als die Blüten der Färberdistel. Kanarische Safran enthält zwar Lebensmittelfarbstoffe ist aber nicht aromatisch wie der echte Safran. Allerdings ist dieser auch viel günstiger zu erhalten und daher kann man sich auch ruhig selbst ein eigenes Urteil erlauben, z.B. beim Paella-Kochen 😉

Tamarisken, Strandgut, Tapas – und das alles bei einer Wanderung

Das Verbreitungsgebiet der Tamarisken umfasst den Mittelmeerraum, Asien bis ins nördliche China sowie die Trockengebiete im nördlichen Afrika. Die Hauptvorkommen liegen in salzhaltigen Gebieten von Wüsten und Halbwüsten. Auf Teneriffa wachsen die Tamarisken direkt an der Küste. Sie sind eine der wenig größer werdenden Sträucher direkt am Küstenbereich. Sie proffitieren von der salzhaltigen Luft des Atlantiks.

An den Tamarisken beobachtet man immer wieder Wassertropfen. Die Wassertropfen kommen von der salzhaltigen Luft, obwohl keine Wolken sind oder es nicht regnet. Streift man mit dem Finger einen Tropfen von der Pflanze ab, so schmeckt dieser absolut nach Salz.

Bei unserer neuer geführten Wanderung von Aventura Wandern ab 01.10.2017 am Rande des Tenogebirges werden wir dieses Phänomen beobachten können. Zusätzlich kommen bei dieser geführten Wanderung von Aventura Wandern alle Teilnehmer auf ihre Kosten, die gerne Strandgut sammeln. Am Ende der Wanderung gibt es „Tapas einmal anders“.
Ab August finden Sie diese schöne Tour auf unserer Webseite von Aventura Wandern.

 

Der Feigenkaktus

Früher wurde auf Teneriffa eine Frucht angebaut, die ohne viel Wasser auskahm und sehr anspruchslos war. Es ist der Feigenkaktus (Opuntie), dessen Früchte essbar sind. Noch heute werden diese leckeren Früchte der Opuntie auf Märkten uns Straßenständen auf Teneriffa angeboten.
Der Feigenkaktus kommt ursprünglich aus Amerika und wurde vor allem im 19.Jahrhundert viel gepflanzt, um die Koschenille – Laus anzubauen. Die Koschenille – Laus wurde als Farbstoff verwendet. Es wurden damit Stoffe und Keramik gefärbt. Die Koschenille hat einen ganz intensiven, roten Farbstoff. Geriet er auf die Kleidung ist es fast aussichtslos ihn zu entfernen. Die Kakteen wurden auf den kanarischen Inseln zu tausenden angepflanzt. Unglücklicherweise tauchten die synthetischen Farbstoffein der Zeit der industriellen Revolution auf. Diese waren billiger und das Geschäft mit der Koschenille – Laus war nicht mehr gewinnbringend. Die Folge war eine Krise auf den kanarischen Inseln.
Was wurde noch aus der Koschenille – Laus hergestellt?
Schnaps – Campari. Der rote Farbstoff wurde aus der Laus gewonnen. Allerdings auch nur so lange, bis es synthetische Farbstoffe gab.

Santa Cruz – Hauptstadt von Teneriffa

DSCN0591Santa Cruz de Tenerife vereint vieles in sich. Sie ist kanarische Hauptstadt (neben Las Palmas de Gran Canaria); Zentrum der kanarischen Politik; Verwaltungssitz vieler Banken und Unternehmen, Hafenstadt und kultureller Mittelpunkt des Insellebens.

Am zentralen Busbahnhof, an der vielspurigen Avenida Tres de Mayo ist ein Verkehrskreisel, an den wir uns halten. Genau gegenüber des Busbahnhofs ist die schmalere Calle de José Hernández Alfonso, auf der wir in Richtung Altstadt gehen.
Die Calle de José Hernández Alfonso und die nach rechts abbiegende Calle Darias y Padrón bringt uns direkt zum Mercado Nuestra Señora de África, der Uhrenturm des Marktes weist uns den Weg. Über einige Treppenstufen erreichen wir das im maurischen Stil gebaute Marktbedäude. Um den Innenhof herum, mit Cafe und einem Brunnen, reihen sich über 300 kleine Markt- und Verkaufsstände. Es gibt reifes Obst und Gemüse; fangfrischen Fisch; saftiges Fleisch und feinen Schinken; duftende Blumen; süßes Naschwerk und vieles mehr.

Der Mercado Nuestra Señora de África steht auch für den sonntäglichen Flohmarkt, der Einheimische und Urlauber zum stöbern und feilschen einlädt.

Wir treten durch das zweite Markttor (gegenüber dem Uhrenturm) auf den Plaza de Sta Cruz de la Sierra. Am Kreisverkehr halten wir rechts und gehen rechts die Avenida San Sebastian entlang. Das klassizistische Bauwerk mit der gelben Fassade auf der linken Seite der Avenida San Sebastian ist das Museo de la Naturaleza y del Hombre. Zum Eingang geht es um das Gebäude, in die C.Doctor Tomás Cerviá Carbrera und C. Fuente Morales.
Das Museum der Natur und des Menschen zeigt in mehreren Räumlichkeiten alles wissenswerte über die kanarischen Inseln. Beginnend bei der Entstehung der vulkanischen Inselwelt, über Vulkanismus; die Guanchen bis zur vielfältigen, einmaligen Tier- und Pflanzenwelt.

Etwas besonders ist die Sammlung von Guanchen, der frühen Urbewohner Teneriffas. Alltagsgegenständen wie Tontöpfe und Schalen, schlichten Kunstgegenstände, derber Lederkleidung bis hin zum mumifizierten Guanchen, lassen die Geschichte der Vorfahren lebendig werden.

Mit Schautafeln, Texttafeln und über selbst bedienbare Computerbildschirme ist das Museum
interessant und vielseitig gestaltet. Di.-So. 9.00 bis 19:00 Uhr

Aus dem Museum heraus, gehen wir auf einer Brücke über den Barranco (Schlucht) de Santos und gehen geradeaus in die C. Padre Moore, an der die Catedral Nuestra Señora de la Conception liegt. Das Gotteshaus ist nicht nur das älteste Teneriffas, hier wird das Kreuz aufbewahrt, welches der Eroberer Alonso Fernandez de Lugo bei der spanischen Besitzergreifung Teneriffas trug.

Rechts an der Kirchmauer mit dem aufragenden Turm entlang, kommen wir auf den Plaza de Iglesia. Im Schatten von Palmen und Feuer-Akazien ziehen sich auf der linken Seite des Plaza de Iglesia alte Bürgerhäuser entlang. An dieser Häuserfront entlang, stoßen wir auf die Fahrstraße C. Bravo Murillo, der wir nach links folgen. Die C. Bravo Murillobringt uns direkt auf den Plaza de España. Den Hauptteil des Platzes nimmt ein flaches Wasserbecken mit Fontäne ein. Vor dem wuchtigen Gebäude der Inselregierung, Cabildo Insular, steht das Monumento de los Caidos, das den Gefallenen des spanischen Bürgerkrieg gewidmet ist.

Das Gebäude des Cabildo Insular im Rücken halten wir uns nach links in die Fußgängerzone, über den Plaza de la Candelaria mit seinen vielen Cafes. Dieser Shoppingmeile Calle Castillo folgen wir gerade aus, Abstecher in die kleinen Seitenstraßen lohnen sich. Die Calle Castillo führt direkt auf den Plaza General Weyler. In der Platzmitte steht ein hoch aufragender Brunnen, Fuente del Amor, der Liebesbrunnen.

Wir spazieren die vom Plaza General Weyler abgehende Avenida Veinticinco de Julio enlang, gehen über den Plaza de Patos weiter auf der Avenida 25 Julio. Der Entenplatz, der Plaza de Pato ist ein verträumter Ort im maurischen Stil mit wunderschönen Sitzbänken, die kleine Kunstwerke aus bemalten Kacheln sind und einem plätschernden Brunnen mit
wasserspeienden Fröschen..
Die Avenida Veinticinco de Julio führt uns auf den schönen Parque Municpal Garcia Sanabria und in diesen biegen wir auf dem Paseo Domingo Pérez Mink ein. Der Sanabria-Park bietet den Einheimischen viel. Er ist ein botanischer Garten mit Grünflächen, riesigen Bäumen des indischen Lorbeers und anderen zahlreichen, üppigen Pflanzen; er ist ein Skulpurenpark unter freiem Himmel; selbst einen kleinen Zoo und eine Blumenuhr gibt es zu bestaunen. Das Zentrum bildet ein Brunnen mit einer weiblichen üppigen Frauenfigur, die die Fruchtbarkeit symbolisiert.

Von der Blumensonnenuhr, über die C. Méndez Núñez, gelangen wir auf die Calle del Pilar. Auf dieser schlendern wir bis zum Plaza del Principe de Asturias, ein ehemaliger Klostergarten und mit der schönste Park in Santa Cruz.
Von der C. del Pilar biegen wir rechts in die C. De Valentin Sanz, folgen der Straße, kommen im Anschluß auf die Brücke Puente Serrador und sehen von hier das Eingangstor zum Mercado Nuestra Señora de África. Am Markt gehen wir links auf die Avenida de José Manuel Guimerá und folgen ihr bis zum Verkehrskreisel. Am Kreisverkehr gehen wir auf der Avenida Tres de Mayo nach rechts, bis zum nächsten Kreisverkehr, wo der zentrale Busbahnhof ist. Hier sind wir am Ausgangspunkt unserer Stadterkundung.

Anforderung: 1 3/4 Stunden (leicht) Aufwärts 94m Abwärts 94m Länge 4,5 km

Anfahrt mit Mietwagen:

Von Nord: Von Puerto de la Cruz auf der TF2  bis Santa Cruz, Parken zum Beispiel am Hafen
Von Süd: Von Adeje auf der TF1  bis Santa Cruz, Parken zum Beispiel am Hafen

Anfahrt Linienbus:

Von Nord: Mit dem Linienbus 103 (mo-Fr aller 30 Minuten, Sa-So aller 60 Minuten) bis Santa Cruz Busbahnhof (Endstation)
Von Süd Costa Adeje: Mit dem Linienbus 110 (mo-Fr aller 30 Minuten) bis Santa Cruz Busbahnhof (Endstation)

GPS-Route mit Höhen- und Geschwindigkeitsprofil:

Gesamtstrecke: 6375 m
Maximale Höhe: 243 m
Minimale Höhe: 61 m
Gesamtanstieg: 238 m
Gesamtabstieg: -269 m
Total time: 01:29:27

Das Felsenhuhn auf Teneriffa

felsenhuhnBesonders bei den geführten Wanderungen von Aventura Wandern durch die Mascaschlucht, Barranco de Ruiz und Hoch über Masca sehen wir immer wieder Felsenhühner (Alectoris barbara). Selbst Ornithologen sind bei der Wanderung durch die Mascaschlucht über die einzigartigen Fotos begeistert, die sie bei dieser Tour schießen können.
Das Felsenhuhn ist das ganze Jahr über auf Teneriffa. Er ist überall dort anzufinden, wo etwas Wasser vorhanden ist. So zum Beispiel liebt er das Bachbett der Mascaschlucht.  Das Felsenhuhn ist ein Bodenbewohner, der nur sehr selten auffliegt. Es gilt als scheuer Einzelgänger.
Als Wanderer erschrickt man, wenn doch einmal ein paar Felsenhühner mit Ihren lauten Flügelgeräuschen plötzlich aufsteigen. Das Felsenhuhn fällt am ehesten durch seine Rufe auf, die unter günstigen Bedingungen kilometerweit zu hören sind. Es handelt sich um einen durchdringenden schrillen tschruih-Ruf. Das Felsenhuhn wurde vermutlich auf Teneriffa von den Menschen eingeführt.

Das Baum Aeonium

Von November bis Ende Mai ist überall auf Teneriffa an Felsigen Standorten der unteren Vegetationsstufe (bis 500 Hm) das leuchtend gelb blühende Baum Aeonien zu sehen. Es wird auch „Gold gelbes Aeonium“ (Aeonium arboreum) genannt. Es ist ein Halbstrauch der bis zu 2m hoch werden kann. Besonders auch an Straßenrändern am Fels ist die wasserspeichernde Pflanze auf Teneriffa zu finden.

Alle Jahre wieder – Der Kampf gegen das Lampenputzergras

Das Cabinero de Canarias von Teneriffa hat dem Lampenputzergras den Kampf angesagt. Mit drastischen Maßnahme soll die weitere Ausbreitung dieser exotischen Pflanze auf Teneriffa verhindert werden. Durch ihre massive Verbreitung führt sie der endemischen Flora schwere Schäden zu. Sie ist inzwischen auf den kanarischen Inseln schon weiter verbreitet , als die kanarische Dattelpalme.

Das Lampenputzergras wurde Mitte des 19.Jahrhunderts auf den kanarischen Inseln eingeführt.
Auf den Inseln El Hierro, La Gomera, Fuerteventura und Lanzarote ist der Befall nicht so stark. Auf den Inseln Inseln Teneriffa, Gran Canaria und La Palma, auf denen das Gras schon extrem verbreitet ist, soll alles getan werden, um weiteres Wachstum zu vermeiden.
Auf Teneriffa hat sich das Lampenputzergras schon von der Küstenregion bis hin zu den mittleren Höhenlagen verbreitet. Das Gras kann bis zu 20 Jahre alt werden und trägt bis zu 10000 Samen pro Pflanze. die bis zu 6 Jahre keimfähig bleiben. Es ist sehr resistent gegen Beschnitt, Feuer und auch gegen viele Herbizide. So sollen zuerst die blühenden Teile der Pflanze entfernt werden, am besten an Windstillen Tagen, da sonst die Samen vom Wind verbreitet werden können.

Wie will man ein weiteres Ausbreiten der Pflanze verhindern?
Die Blüten sollten mit einer Tüte umschlossen und erst danach die Stengel der Pflanze abgeschnitten werden. Sollte das aufgrund der Größe der Pflanze nicht möglich sein, muss jede Blüte einzeln abgeschnitten und dann in eine Tüte verpackt werden. Herabgefallenen Samen sollten umgehend eingesammelt werden.