Auf den Pico Viejo

Samstag, März 5, 2016

DSCN3405Die Wanderung ist eine außerordentliche, aber anspruchsvolle Tour zum gewaltigen Vulkankrater des Pico Viejo, dem Nachbarvulkan des Teide.
Eine lange, kraftraubende Tour , zum Teil steil und steinig / geröllig. Sie erfordert daher gute Trittsicherheit, Kondition und den Einsatz von Wanderstöcken.
Die Wegmarkierung setzt an einigen Stellen aus, Steinmännchen erleichtern dann die Orientierung. Nur bei klarer Sicht und sicheren Wetterbedingungen laufen.

Am Parkplatz „Mirador de Chio“ an der TF 38 beginnt unser Wanderweg. Vom Parkplatz führt uns unser Weg „ Sendero Nr.9“ durch ein bizarres Lavafeld, einen nach wenigen Minuten von links kommenden Fahrweg ignorieren wir. Im Schatten kanarischer Kiefern wandern wir weiter, an der der nächsten Weggabelung halten wir uns auf dem rechten Weg, der nun leicht bergan steigt. Die Vegetation wird spärlich, nur kleine wind-gedrungene Büsche des Teide – Gingsters und des behaarten Federnkopfes wachsen in den Lavafeldern. Unser Weg auf dunklem Lavasand windet sich in leichten Serpentin den Berghang hinauf. Eine kleine Hochebene mit alten Steinmauern durch wandern wir und halten uns mit dem nächsten Anstieg weiterhin auf dem „Sendero Nr.9“. Wenige Minuten später neigt sich der Weg nach links und wir übersteigen einige beige Felsbrocken. Danach führt uns der wieder grobsandige Weg durch ein sanft geschwungenes Talgrund im tiefschwarzen Vulkangebiet.
Ein scharf links abbiegendes, schmales Pfädchen ignorieren wir.
15 Minuten später bieten uns einige größere Felsplatten am linken Wegesrand einen sicheren Pausenplatz mit einem fantastischen Ausblick auf das vielfarbige Vulkangebiet bis zum grünen Teno – Gebirge.
Kurz danach gabelt sich der Weg. Der „Sendero Nr.9“ biegt scharf nach rechts ab, wir wandern auf einem unscheinbaren, unbeschilderten Pfad gerade aus weiter.
Nach 20 Minuten Aufstieg erreichen wir einen kleinen Vulkankrater auf der linken Seite.
(Vorsicht, nicht zu nahe an den Rand treten).
Parallel zu einem schwarzen Lavafluss steigt unser ungesäumter, steiniger Weg nun leicht aber stetig an und wird im weiteren Verlauf steiler und steiniger. Unser Weg wird etwas undeutlich, beim Aufstieg orientieren wir uns an dem beigen Felsenblock, der sich vor uns erhebt. Unser Pfad führt rechts an ihm vorbei, Steinmännchen erleichtern hier die Orientierung im Gelände.
Nach einer halben Stunde wird der Weg wieder erkennbarer, der Weg steigt rechts haltend weiter an.
Der nächste anstrengende Anstieg ist in einem rötlich- braun gefärbten Vulkankrater an der rechten Kraterseite aufwärts (Steinmännchen)
Unsere weitere Passage bringt uns durch ein dunkles Geröllfeld, anfangs mit Gingsterbüschen besiedelt, unserem Ziel, dem Kraterrand des Pico Viejo nahe.
Nach guten 3 Stunden anstrengender Wanderung stehen wir am Kraterrand des Pico Viejo und schauen auf eine 200m, fast senkrecht abfallende, Kraterwand und einen farbintensiven Kraterkessel.
Wir klettern weiter entlang am Kraterrand ( Orientierungshilfe: Steinmann auf dem höchsten Punkt) und gelangen auf ein Hochplateau. Hier oben ergibt sich ein fantastischer Blick auf den Teide – Viejo – Vulkankomplex, auf erstarrte Lavaflüsse und gigantische Vulkanrandberge.
Nahe unserem Steinmann finden wir nach einigen Metern rechts den, mit weiteren Steinmännchen, markierten Abstiegsweg. Auf diesem Weg verlassen wir das Hochplateau und wandern auf einem sehr gerölligen, abschüssigen Weg hinab. Im weiteren Verlauf des Abstiegs wachsen auf den Lavafeldern Teide – Gingsterbüsche. Wir steigen über kleinere Felsbrocken und etwas später schlittern wir auf schwarzen Lavasand hinab (Wanderstöcke).

Nach dem 40minütigen Abstieg gelangen wir an eine beschilderte Weggabelung. Wir gehen weiter geradeaus und sind jetzt auf dem „Sendero Nr.28“ unterwegs. Dieser Weg bringt uns bereits nach wenigen Schritten auf den linken Kraterrand des größten Kraters der „Narices del Teide“ (Nasen des Teides) heran. Glühendes Magma schoss hier im Jahre 1798 heraus und brachte tiefschwarze, zähflüssige Lavamassen hervor.
Mittig des Kraterrand biegt der „Sendero Nr. 28“ nach links ab und weiter geht es zur Rutschpartie in schwarzen Lavasand und feinem Lavageröll. Der Weg ist gut zu erkennen, zum Teil steinumsäumt und führt auf direktem Weg bergab.
20 Minuten nach dem Krater „Narices del Teide“ sehen wir auf der rechten Seite eiförmige, schwarzglänzende Vulkanbomben.
Wenige Minuten später trifft unser Wanderpfad auf einen breiten Fahrweg. Diesem Fahrweg folgen wir nun, nach 15 Minuten gabelt sich der Weg. Wir bleiben auf dem rechten Weg (links gesperrt mit Kette), nach weiteren 30 Minuten gabelt sich der Weg ein weiteres Mal, auch hier bleiben wir auf dem rechten Weg.
Auf diesem Fahrweg bleiben wir bis zur Asphaltstrasse TF 38. Auf der Straße nach links kommen wir in 5 Minuten zur Kreuzung Boca Tauce, nach rechts und 40 Minuten kommen wir an den Ausgangspunkt „Mirador de Chio“.

Anforderung: 7 1/2 Stunden (schwer)     Aufwärts 1111m    Abwärts 1111m    Länge 16,7 km

Anfahrt mit Mietwagen:

Von Nord: Von Puerto de la Cruz auf der TF 21 bis „Boca Tauce“ im Nationalpark
Von Süd:  Von Playa de las Americas die TF 28, weiter die TF 51 bis Vilaflor und von dort die TF 21 bis „Boca Tauce“ im Nationalpark

Anfahrt Linienbus:

Von Nord: Mit dem Linienbus nicht zu erreichen
Von Süd: Mit Titsa Bus 342 9.15 Uhr ab Playa de las Americas bis „Boca Tauce“ im Nationalpark

 

GPS-Route mit Höhen- und Geschwindigkeitsprofil:

Höhenprofil
Geschwindigkeitsprofil

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