Gedanken zu einem Urlaub auf Teneriffa

Samstag, Januar 14, 2012

Nach 4-5 Stunden Flug komme ich schon ein wenig erschöpft auf dem Flughafen Teneriffa an. Freundlich werde ich von einer Dame des Reiseveranstalters bei dem ich die Reise gebucht habe empfangen. Mir wird gesagt, wie der Transfer zum Hotel weitergeht und zu welchem Bus ich soll.
Aber ist auch schon vorgekommen, dass Urlauber auf dem Flughafen eine Mappe in die Hand gedrückt bekommen haben und Sie vom Reiseveranstalter bedrängt wurden, Ausflüge, Mietwagen oder Wanderungen zu buchen. Veranstaltern scheint es egal zu sein, ob die Urlauber von der reise erschöpft sind. Es geht nur um das Geld.

Im Hotel erfahre ich dann, dass ich unbedingt heute Abend zu einer Informationsveranstaltung des Veranstalters gehen sollte. Natürlich gehe ich nach dem Auspacken der Koffer hin.

Freundlich werden mir viele Ausflüge und Aktivitäten schmackhaft gemacht, an denen ich in den nächsten 14 Tagen teilnehmen sollte. Natürlich werde ich auch gefragt, was ich denn nun buchen möchte. Ich sagte, dass ich einen Mietwagen bei einer anderen Mietwagenfirma in Puerto de la Cruz und zwei Wanderungen über Internet bei Aventura Wandern gebucht habe. Dies zu sagen war ein großer Fehler. Die Dame kam jetzt richtig in Fahrt und machte mir im groben Ton klar, dass die Mietwagen von anderen Firmen oft keine Versicherung haben. Die Autos sind alt und schlecht gewartet. Die Wanderfirmen die mit den öffentlichen Linienbussen fahren haben keine Zulassung zu wandern, keine Gewerbegenehmigung und keine Versicherung. Schon des Öfteren sind da Unfälle passiert.
Ich hatte dann auch keinen Ausflug bei der Dahme gebucht. Als ich dann noch fragte: „Wo ist denn eigentlich der zentrale Busbahnhof in Puerto de la Cruz“ bekam ich trotzig zur Antwort „Das weiß ich nicht“.
Wenig später ging ich am Abend noch in die Stadt. Hier habe ich dann so viele Angebote gesehen, dass ich froh war bei meinem Reiseveranstalter keinen Ausflug gebucht zu haben. Ich fand viele Flyer mit geführten Wanderungen, Angebote zum Tauchen, Paragliding, Mountainbike fahren u.a.

Als ich die vielen schönen kanarischen Kneipen sah, war ich froh nur mit Frühstück meinen Urlaub gebucht zu haben. Hier freut sich wenigstens eine kanarische Familie, wenn ich in diese Bodega Essen gehe. Hier bin ich nicht nur eine Zimmernummer, wie im Selbstbedienungsrestaurant meines Hotels. Und ich unterstütze die kleinen Menschen meines Urlaubsortes.

Ich habe wunderschöne 14 Tage Urlaub gehabt.  Habe bei geführten Wanderungen in kleinen Gruppen viele nette Menschen kennengelernt. Auch Rad fahren war ich. Alles war sehr persönlich und die Führer kümmerten sich hervorragend um die kleine Gruppe.
Von anderen Urlaubern habe ich dann noch erfahren, dass auch die Ausflüge mit dem Reiseveranstalter sehr schön waren. Diese Urlauber kennen ja nichts anderes…….. Es sollen aber im Reisebus viele gute Informationen gegeben haben, aber eben Massentourismus.

Ein besonderes Erlebnis hatte ich noch, als ich an einer Bushaltestelle in Playa de las Americas stand. Früh morgens stoppten mit quietschenden Reifen zwei Jeeps. Die Fahrer (Engländer) sprangen raus und schreiten auf der Straße „Jeep Safari Teide, Masca“. Deutsche Urlauber gingen zu den Fahrern. Sie erhielten einen Haken auf dem Zettel der Fahrer hinter Ihren Namen und in jedes Fahrzeug wurden 6 deutsche Urlauber reingequetscht.
Ist es nicht üblich, dass man mit einem Handschlag freundlich begrüßt wird? Dass der Fahrer sich vorstellt und in wenigen Worten erwähnt, was mich am heutigen Tag erwartet? Ist das überhaupt eine Jeep Safari wenn man mit 7 oder 8 Jeeps im Konvoi nur über Straßen fährt, da es zum Glück auf Teneriffa verboten ist mit den Jeeps die schöne Landschaft der Insel zu zerstören.
Und alle Urlauber aus den Jeeps werden sagen “Es war ein toller Tag!“. Sie kennen es ja auch nicht anders………….

Schönen Urlaub!

Euer Wanderbär

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