Der Weinanbau auf Teneriffa

Donnerstag, November 3, 2011

Für die Canarios ist das Gläschen Vino Tinto (Rotwein) eine Art Lebenskultur. Im Herbst beginnt die Lese der edlen Trauben. Dann werden vor allem im Norden der Insel Teneriffa ganz einfache Buden in den Städten aufgebaut. Hier kann man auf klapprigen Holzstühlen den frischen Wein mit frisch gerösteten Esskastanien genießen. Man sitzt unter Canarios und genießt das spanische Leben.

Es kann auf Teneriffa nicht so viel Wein angebaut werden, wie benötigt wird. Das hat zur Folge, dass die guten Weine auf Teneriffa auch etwas teurer sind. Am besten schmecken für uns „Nichtfachleute“ die typischen Landweine aus dem Fass in einfachen Bodegas oder Guachinchen. Hier sind die Preise erschwinglich. Der Liter um die 8,00 €.
Um einen Hektar Weinberg zu leeren, benötigen 10 Personen den ganzen Tag. Die kleinen Terrassenfelder sind nicht vergleichbar mit den großen Weinbergen in Deutschland.

Die Guanchen, die Ureinwohner der Kanaren kannten keinen Wein. Ab dem Jahre 1496 kam die ursprünglich aus Kreta stammende edle Malvasier-Traube im Jahre  auch auf Teneriffa.
Für den kanarischen Archipel war dann der Weinhandel jahrhundertelang die wichtigste Einkommensquelle.
Die größten Katastrophen brachten jedoch erst die Jahre 1859 mit dem Faulschimmel und 1878 mit dem Rebenmehltau die Weinproduktion der Kanaren fast völlig zum Erliegen.
Endlich – und unerwartet – gewannen die kanarischen Weine auf einer Ausstellung in Madrid im Jahre 1877 und auf der Weltausstellung in Paris im Jahre 1898 mehrere Preise und Medaillen – was die Nachfrage in die Höhe schnellen ließ.
Aber auch das Unglück der anderen verhalf den Kanaren zum Erfolg.
Von der Mitte bis zum Ende des 19. Jahrhunderts vernichtete die Reblaus den größten Teil der Weinreben in der ganzen Welt. Nur sehr wenige Gebiete, darunter die Kanarischen Inseln, wurden von diesem Schädling nicht heimgesucht. Die Folge: Weinfreunde aus aller Welt tranken kanarischen Wein!

Eine schöne Geschichte über den Wein auf Teneriffa

Früher, ganz viel früher ließ man den Wein wachsen wie er wollte, und kümmerte sich nicht groß darum.
Eines Nachts aber, hatte sich ein Esel nach der Ernte auf die Felder geschlichen und sich an den Ranken genüglich getan, da sein Herr ihn sehr knapp bei Futter hielt.
Oh Je, der arme Kerl bekam am nächsten Tag eine Große Tracht Prügel.
Bei der nächsten Ernte sah man dann aber dass die Pflanzen, die der Esel gekürzt hatte viel mehr Trauben bekamen.
Seitdem beschneidet man die Weinstöcke auf Teneriffa, und somit hat der Esel den Canarios beigebracht, wie man Wein anbaut, nämlich indem man ihn beschneidet.

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Kategorie: Teneriffa

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